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23.04.2009 09:36
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Mehr Leistung, mehr Qualität
Mit zum Teil sogar sehr zufrieden stellenden Ergebnissen warten die beiden neuen Dienstleistungsbetriebe der Stadt Solingen als Nachfolger des ehemaligen städtischen Vermögensbetriebes auf. So konnte der Dienstleistungsbetrieb Gebäude (DBSG) im letzten Quartal 2008 mit einem Plus von 173 000 Euro aufwarten. Zufrieden ist DBSG-Geschäftsführer Udo Stock auch über die angesteuerte, aber erst im Spätfrühling genau vorliegende Jahresbilanz: Sie soll sogar mit einem Überschuss von rund 549 000 Euro als Zielvorgabe abgeschlossen werden.

Damit habe man auch die Sparvorgaben durch das Haushaltsicherungskonzept (HSK) – 270 000 Euro bei der Reinigung und 100 000 Euro bei den Hausmeistern – erreicht und hoffe, auch die HSK-Sparvorschriften für das nächste Jahr erfüllen zu können. Die steigen dann um jeweils nochmals 100 000 Euro.

Stock nennt die Gründe für das positive Ergebnis: „Wir haben die Normen der rund 220 Teilzeitkräfte erhöht, es wird also deutlich mehr von den Reinigungskräften geleistet. Zudem haben wir Fremdfirmen noch gezielter als früher eingesetzt.“ Zum Ergebnis habe auch beigetragen, dass neue Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen in einer neuen Niedriglohngruppe angestellt worden seien. „Dabei hat der Personalrat unter dem Zwang der Sparmaßnahmen prima mitgezogen“, lobt Stock die gute Zusammenarbeit.

Neues Qualitäts-Management wurde eingeführt und zeigt erste Erfolge

Im Rahmen der Gebäudereinigung wurde für die Eigen- und die Fremdreinigung ein computergesteuertes Qualitätsmanagement pilotweise eingeführt. „Das Verfahren hat sich sehr bewährt und soll nun flächendeckend in allen Objekten zum Einsatz kommen“, sagt Stock. Die Überprüfung des Reinigungszustandes erfolgt dabei in Stichproben, wobei die einzelnen Flächen über einen Zufallsgenerator ausgewählt werden. Die Messung werde zwar zuvor nicht angekündigt, dann aber mit den Reinigungskräften oder den im jeweiligen Objekt tätigen Fremdreinigungsfirmen gemeinsam durchgeführt. „Wir wollen dabei nicht maßregeln, sondern auf mögliche Schwachstellen aufmerksam machen“, legt Stock Wert darauf, dass das Ziel eine verbesserte Qualität und nicht die reine Kontrolle der geleisteten Arbeit sei. Die jährlichen Kosten von rund 7000 Euro für dieses neuartige Qualitätsmanagement zahle sich mittelfristig aus, ist sich Stock sicher.

Siegfried Schulz, kommissarischer Geschäftsführer des Technischen Betriebs Straßen und Grün (TBSG), schließt im vierten Quartal 2008 mit einem ausgeglichenen Ergebnis ab. Auch hier wurde stark gespart: 18 Stellen seien durch Fluktuation (Ende von Zeitverträgen und Pensionierung) abgebaut, dazu seien Fremdleistungen stark reduziert worden. Sparzwänge durch die Vorgaben des Hauhaltssicherungskonzeptes seien allerdings nur durch Kraftakte zu stemmen, so Schulz. hpm