Wie oft noch? Im Heidebad ist diese Frage allgegenwärtig, begleitet von Anfang an die Vorbereitungen zum Saisonstart am Sonntag (10 Uhr).
Es droht einer der letzten Badesommer im Unterland anzubrechen. Die Stadt will ein modernes Kombi-Bad bauen. Die ersten Beschlüsse sind gefasst, die Suche nach einem Standort und nach einem Investor läuft. Bis Jahresende will das Rathaus den Weg geebnet haben.Keine gute Perspektive für Stefan Pill. Der 45-Jährige ist Schwimmmeister im Heidebad. Trotz strahlenden Sonnenscheins verfinstert sich seine Miene im Gespräch mit dem ST. Er kennt den Plan der Politik: Die Geburt des Kombi-Bades, bedeutet den Tod für das Heidebad. „Wahrscheinlich ist das 2010 oder 2011 soweit“, sagt Pill. „2009 werden wir wohl noch öffnen.“Das ist bedeutend mehr als der ehemaligen Konkurrenz im Schellbergtal und im Ittertal vergönnt ist. Die dortigen Freibäder sind dicht, werden in diesem Jahr und wohl auch danach nicht mehr öffnen. Aus Kostengründen und wegen unzureichender Besucherzahlen hat das Rathaus im Schellbergtal den Pachtvertrag mit dem Betreiber SV Süd gekündigt. Nun will der Stadtdienst Natur und Umwelt das Gelände renaturieren. Im Ittertal hat die gemeinnützige Betreibergesellschaft aus finanziellen Gründen selbst das Handtuch geworfen. „Es gibt dort kein Freibadangebot im üblichen Sinne mehr“, sagt Dirk Urstadt vom Stadtdienst Sport und Freizeit. Kinder können im kleinen Becken ein bisschen plantschen, sonst stehen die Liegewiese und die künstliche Strandzone zur Verfügung.Weil sich nun alles auf das Heidebad konzentriert, hofft Stefan Pill auf zusätzliche Gäste. Der „schlimme Sommer 2007“ hängt ihm noch in den Kleidern. „Keine 15 000 Besucher haben wir erreicht.“Die Stadt bezweifelt den großen AnsturmPlatznot in- und außerhalb der Becken befürchtet Pill nicht – obwohl er weiß: „An heißen Tagen rappelt es hier.“ Dann kommen zwischen 2500 und 3000 Gäste. „Aber wir packen auch 4000 oder 4500.“ Auch Urstadt wartet die Entwicklung gelassen ab. „Es ist fraglich, ob viele, die bisher das Schellbergtal genutzt haben, den langen Weg aus der Südstadt in die Heide auf sich nehmen.“ Da sei schon eher etwas aus Wald zu erwarten, dem Haupteinzugsgebiet des Ittertals.Trotz neuer Situation bereitet sich das Heidebad vor wie immer. 25 000 Euro investiert die Stadt in diesem Jahr. „Die übliche Instandsetzung“, sagt Pill. Kaputte Fliesen sind zu wechseln, Ablaufrinnen zu streichen oder Geräte zu reparieren. Das Babybecken erhält eine Schutzschicht. Wegen des schlechten Wetters begann die Arbeit erst Mitte März. Jetzt ist das große Becken frisch gefüllt, das Nichtschwimmerbecken braucht noch bis Sonntag. Größere Schäden seien in diesem Winterhalbjahr ausgeblieben, freut sich Pill. Mit Schrecken denkt er an 2006/2007 zurück, als eine Wildschweinhorde das Gelände umpflügte. Vorbei. Leuchtend grün liegt jetzt der damals verlegte Rollrasen in der Sonne. Stefan Pill blickt übers Badgelände und spricht von einem „schönen Kleinod“, nennt es alt, aber voll funktionsfähig. „Wofür“, fragt er, „brauchen wir ein neues Kombi-Bad?“ kra
Mensing Schwimm-Europameisterin über 100 Meter RückenDebrecen (dpa) - Rückenschwimmerin Jenny Mensing hat bei den Europameisterschaften in Ungarn die Goldmedaille ...