Es ist Bestandteil seines Wahlprogramms: Thomas Hendele, CDU-Landrat des Kreises Mettmann, will bei einem erneuten Wahlsieg seiner Partei mit der Stadt Langenfeld die umstrittene Bundesstraße 229n zwischen dem Langenfelder Kreuz an der A 3 und Landwehr vorfinanzieren. „Wir werden uns dafür einsetzen, dass vom Autobahnkreuz Langenfeld eine östliche Verbindung Richtung Solingen geschaffen wird; sei es eine Bundes- oder eine Landstraße - damit die Landwehrer und Wiescheider vom Durchgangsverkehr endlich befreit werden“, so Hendele. Voraussetzung ist, dass die B 229n wieder in den Bundesverkehrswegeplan aufgenommen wird.
Solingen werde sich wegen der Haushaltslage an einer Vorfinanzierung nicht beteiligen können, sagt Solingens Planungsdezernent Hartmut Hoferichter.
Kritik hagelt es von der SPD und den Grünen. Tenor: Hendele nehme „in Gutsherrenart“ mit seinem Vorstoß eine politische Entscheidung vorweg. Er verzichte damit auf Erkenntnisse des von der SPD unterstützten Gutachtens des Landesbetriebs Straßen NRW, das die beste Variante zur A-3-Anbindung aufzeigen und im September vorliegen soll. Ein Vorschlag werde nicht besser, je öfter man ihn mache, meinen die Grünen. Die B 229n sei - wie die Fortführung der Viehbachtalstraße - ökologisch ebenso verheerend wie ökonomisch und verkehrlich sinnlos. hpm
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