„Es ist unstrittig, dass bei den Bädern gespart, also umstrukturiert werden muss“, fasst Bürgermeister Eugen Bertenburg die Diskussionen in der FDP zusammen. Im Grundsatz könnten sich die Freidemokraten mit dem neuen Bäderkonzept - Errichtung eines kombinierten Frei- und Hallenbades im Westen der Stadt, dafür Schließung von drei alten Frei- und zwei Hallenbädern - durchaus anfreunden. Aber am 13. Dezember im Rat einfach mit der schwarz-roten Mehrheit stimmen, das wollen sie auch nicht. „Wir verlangen, dass bis 28. Februar ein Standort und ein möglicher Investor für das Kombibad präsentiert werden“, sagt der kommissarische Parteichef Gerd Brems. „Sonst stimmen wir nicht zu.“ Bislang äußert sich die Stadt nicht zu Gerüchten, das Bad solle entweder am Monhofer Feld oder in Höhscheid entstehen.
Die FDP will auch wissen, wie es mit dem Birkerbad weitergeht. Die Lebenshilfe hat ihre Übernahmepläne in Frage gestellt, sollte sie Konkurrenz durchs Kombibad bekommen. Brems: „Wir würden die Lebenshilfe gern im Birkerbad sehen. Die Stadt muss das Gespräch suchen.“ Um Schul- und Vereinsschwimmen abzusichern, sieht auch die FDP keine Alternative zu einem rund fünf Millionen Euro teuren Anbau an die Klingenhalle.Könnte die Stadt das Kombibad auch selbst bezahlen?Dass ein Investor das Kombibad betreiben soll, der jährlich knapp 700 000 Euro städtische Zuschüsse bekäme, ist für die FDP jedoch nicht ausgemacht. „Vielleicht ist es wirtschaftlicher, wenn die Stadt es selbst macht. Wir wollen eine Vergleichsrechnung“, erklärt Bertenburg. Die rund 24 Millionen Euro könnten aus Erlösen des Stadtwerke-Teilverkaufs kommen. Das Geld ist aber in Fonds angelegt - und die Zustimmung der Bezirksregierung zu dieser Investition scheint fraglich.Ungeklärt ist für die FDP außerdem, was mit den rund 30 Mitarbeitern der städtischen Bäder geschehen soll. Niemand weiß, ob sie ein privater Betreiber eines Kombibades übernehmen würde. Darüber macht sich auch der Personalratsvorsitzende Mario Baumgart seine Gedanken. „Da werden möglicherweise Umschulungen und Qualifizierungen nötig, um sie weiter bei der Stadt zu beschäftigen.“ Betriebsbedingte Kündigungen schließt Oberbürgermeister Haug aus. ab