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23.09.2011 10:50
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Klingenbad: Wenig Platz zum Umkleiden

Seit Montag ziehen die Schüler der Solinger Schulen in der Klingenhalle ihre Bahnen. Dabei entfällt auf das reine Schwimmen oft nicht allzu viel Zeit. Mit An- und Abfahrt, Umkleiden, Duschen und Föhnen bleibt von den 65 oder bestenfalls 90 Minuten Schwimmunterricht nicht mehr viel übrig.

Dazu kommt, dass das Umkleiden derzeit nicht wirklich reibungslos läuft. „Hier ist alles viel zu voll“, stöhnte in dieser Woche eine Siebtklässlerin aus der Geschwister-Scholl-Gesamtschule. Sie meinte die Umkleidekabinen – und trocknete sich die Füße dann gleich auf dem Gang vor den Kabinen ab.

Tatsächlich sind die acht neuen Umkleiden – vier für Herren und vier für Damen – sehr beengt. Zwar gibt es in jeder Gruppen-Kabine knapp 50 Spinde, die Räume selbst sind aber nur etwa vier mal zwei Meter groß.

„Die Tornister muss
man reinquetschen“

„Es ist zwar eng, aber es passt irgendwie“, ziehen die Schüler der Friedrich-Albert-Lange-Schule eine erste Bilanz. „Aber die dicken Tornister passen nur ganz knapp in die Schränke, da muss man richtig quetschen“, so eine Sechstklässlerin.

Je eine Jungen- und eine Mädchenkabine stehen pro Klasse zur Verfügung. „Wir sind allerdings mit reinen Mädchengruppen hier, drei fünfte und drei siebte Klassen, da ist es eng.“ Lehrerin Michaela Graz von der Geschwister-Scholl-Schule hofft, in der nächsten Woche auch Jungen-Kabinen mit nutzen zu können. „Man muss halt erstmal abwarten, wie sich alles einspielt.“

Einspielen müssen sich die Nutzungszeiten und Wechsel der Klassen auch in den Duschen. Auch hier knubbelte es sich in der ersten Woche, etwa gestern, beim Schwimmwettbewerb der Grundschulen. Jutta Fink, Schwimm-Lehrerin von der Grundschule Weyer, vermisst zudem Haken in den Umkleiden. „Hier gibt es nur kleine Schließfächer. Das ist fernab der Wirklichkeit geplant“, so ihre Kritik.

Auch an anderer Stelle gibt es in der neuen Halle Platzprobleme. Bislang hatte jede Schule, die die Halle nutzt, einen Korb mit Materialien: Schwimmbretter, Tauchringe, Flossen oder Schwimm-Nudeln. Dass dafür jetzt kein Platz mehr ist, bedauern die Lehrer sehr. Die Materialien aller Schulen sollen gemeinsam aufbewahrt werden. Die Befürchtung vieler Lehrer: „Wenn man dann kommt und die Sachen braucht, sind sie schon von anderen in Benutzung.“

Auch die Tatsache, dass nur fünf Föhne zur Verfügung stehen, kritisierten einige Eltern. „Wir empfehlen unseren Schülern, einen eigenen Föhn mitzubringen“, so Michaela Graz. Steckdosen stehen zur Verfügung.

Und weil die Zeit zum Föhnen gerade bei den langen Mädchen-Haaren oft ohnehin nicht ausreicht, geht die Friedrich-Albert-Lange-Schule auf Nummer sicher: „Nach den Herbstferien ist Mützenpflicht.“ sith