Am Dienstag war es soweit: Kissel-Geschäftsführer Nicolas Spengler überreicht für Kissel-Rapid symbolisch den Schlüssel des Klingenbades an Oberbürgermeister Norbert Feith und damit an die Stadt Solingen. Beidseitig wurde Dank für konstruktives Zusammenarbeiten ausgesprochen. Zahlreiche Gäste aus Verwaltung, Politik und Sport erschienen, um das neue Sportbad, das am 17. September feierlich eröffnet werden soll, in Augenschein zu nehmen. Letzte Arbeiten werden noch ausgeführt, so etwa an den Außenanlagen.
Feith resümierte die Planungsphase, die nicht ohne Diskussion um den nun vorhandenen Hubboden ablief. Er betonte erneut, dass es mit Inbetriebnahme des Klingenbades zur Schließung des Ohligser Bades an der Sauerbreystraße keine Alternative gebe. „Nun ist wichtig, die zugesagten Fördermittel für das Birker Bad zu sichern“, sagte er.
Mit dem Klingenbad habe man in Solingen nun einen „Schwimmtempel erster Güte“. Für den Probetrieb wünscht sich Feith Schnupperaktionen für die Öffentlichkeit. „Auch eine Staffelschwimmen zwischen Kissel, Verwaltung und Sportausschuss ist denkbar, wenn sich alle trauen in Badehose aufzutreten“, witzelte der Stadtchef. Einen besonderen Dank richtete er an die Vereine, für ihre Geduld.
Sportbund-Chef Hartmut Lemmer zeigt sich zufrieden mit dem neuen Bad. „Optisch eine absolute Augenweide.“ Der Vorteil des Bades sei, die nächsten 30 Jahre Ruhe vor Instandsetzung und Kosten zu haben. Auch wenn die 160 verfügbaren Schwimmstunden ein Zusammenrücken für die Vereine bedeuteten. Den Schulsport noch unterzubringen, dafür sieht Lemmer keine Möglichkeit und wünscht sich daher eine schnelle Lösung für das Birker Bad.
Auch gemischte Gefühle bei Besichtigung des neuen Bades
Mit gemischten Gefühlen betrachtete Thomas Fuhlbrügge, 1. Vorsitzender der Abteilung Schwimmen/Synchronschwimmen des TSV Aufderhöhe, die neuen Räumlichkeiten. „Die Hallenzeiten aus Ohligs haben wir hier nicht“, sagt er. Seine Synchronschwimmerinnen sind direkt von der Schließung der Sauerbreystraße betroffen. „Nur zweimal statt viermal zu trainieren, wird sich in der Leistung unserer NRW-Kaderschwimmerinnen ausdrücken.“ Grundsätzlich findet er das neue Bad aber „schon in Ordnung“, auch wenn es eine Menge Kompromisse habe geben müssen.
Dass zu den geplanten, komplett aus Mitteln des Konjunkturpaketes finanzierten 6,6 Millionen Euro für den Bau des Bades Mehrkosten in Höhe von 200 000 Euro anlaufen, sieht Ernst Schneider, Geschäftsführer der städtischen Beteiligungsgesellschaft, gelassen. „Das ist bei dem Bauvolumen nicht gravierend.“ Da die Mehrkosten durch Mittel aus den Sport- und Bildungspauschalen finanziert werden, werde der Haushalt nicht belastet.