25 Meter lang und 12,5 Meter breit wird das neue Schwimmbecken am Weyersberg. Rund zwei Dutzend Menschen arbeiten derzeit auf der Baustelle. Momentan werden das bereits gut erkennbare Becken und die daran angrenzenden Technikräume verschalt.
Kämmerer Ralf Weeke ist guter Dinge, denn wie Kissel-Geschäftsführer Dr. Norbert Zimmermann versichert, werde der Kostenplan bisher eingehalten. Zwar habe es geringe Mehrkosten im Bereich des Bodenaushubs gegeben, diese würden aber an anderen Stellen ausgeglichen. So sei man insgesamt voll im Plan.
Grund für den Mehraufwand beim Aushub: Es mussten rund 400 Tonnen mit Kohlenwasserstoff kontaminierter Boden entsorgt werden. Kostenpunkt: rund 100 Euro pro Tonne. Die Verunreinigungen stammten vermutlich noch aus Zeiten des alten Bahnhofs, den es bis Anfang des letzten Jahrhunderts am Weyersberg gab, mutmaßt Michael Homburg vom städtischen Dienstleistungsbetrieb Gebäude.
Auch was die voraussichtliche Bauzeit angeht, hat Zimmermann gute Nachrichten. „Spätestens im März 2011 sind wir fertig. Das ist fix für uns und das werden wir auch schaffen.“ Damit wäre der Bau einen Monat früher als geplant fertig gestellt. Die Inbetriebnahme könne nach einer Testphase wenige Wochen später erfolgen, erklärt Rainer Bürger, Leiter der städtischen Bäderabteilung.
Bei früherer Inbetriebnahme wird Ohligser Hallenbad eher geschlossen
Dass eine eventuell frühere Inbetriebnahme des Klingenbades gleichzeitig ein früheres Aus für das Hallenbad Sauerbreystraße bedeutet, machte Weeke klar. „Dann müssen in Ohligs die Betriebskosten eingespart werden, so lautet die Vorgabe der Bezirksregierung.“ Was danach mit dem Gebäude in Ohligs geschehe, sei noch ungewiss. Darüber soll frühestens im Herbst nachgedacht werden.
Bevor es so weit ist, steht am Weyersberg noch viel Arbeit an. Ab Montag beginnt die Dachsanierung an der bestehenden Sporthalle mit dazugehöriger Wärmedämmung. Laut Bürger rechnet man mit rund 80 000 Euro Einsparungen durch energetische Sanierung, inklusive des neuen Fernwärmeanschlusses.
Die Arbeiten in der bestehenden Schwimmhalle sind zu 40 Prozent erledigt. Die Verschalung des Beckens, der Abbruch der alten Decke und die Neuverlegung der Elektroleitungen sind geschafft. Als nächstes steht die Unterkonstruktion der neuen Decke an. Im Neubau sind die Erdarbeiten mit etwa 5400 Tonnen Aushub, die Herstellung der Bodenplatte, der tiefe Beckenbodenteil und die Wände des Untergeschosses fertig. Maurerarbeiten, der flache Beckenbodenteil und die neue Decke über dem Untergeschoss folgen nun. cbi
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