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17.12.2009 09:42
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Kissel baut das Klingenbad aus

Von Thomas Kraft

Die Kalkulation geht auf. Die Solinger Firma Kissel Rapid soll den Ausbau des Klingenbades durchführen. Das Unternehmen von der Felder Straße hat bei der Kostenkalkulation eine Punktlandung hingelegt: Insgesamt 6,63 Millionen Euro sollen der Anbau eines Lehrschwimmbeckens mit Hubboden sowie die Sanierung von Gebäudeteilen kosten. Damit wird der von der Stadt vorgegebene Rahmen nicht überschritten. Keine andere Maßnahme ist zu kürzen, die mit den 16,6 Millionen Euro finanziert werden sollen, die Solingen aus dem Konjunkturpaket erhält. Dazu gehören die energetische Sanierung von Schulen und Kindergärten sowie der Neubau zweier Kindertagesstätten in Mitte.

900 000 Euro Steuerersparnis

Für den Anbau des neuen Beckens (12,5 mal 25 Meter) sowie die Sanierung des Gebäudes hatte das Rathaus 6,6 Millionen Euro kalkuliert. 6,3 Millionen Euro sind im Konjunkturpaket reserviert. Den Rest soll eine Steuer-ersparnis abdecken. Kämmerer und Sportdezernent Ralf Weeke (SPD) erwartet rund 900 000 Euro Rückzahlung für vorab entrichtete Umsatzsteuer - denn die fällt natürlich nicht an, wenn wegen der Bauarbeiten kein Badebetrieb stattfindet. Das schont die Sportpauschale, die für die Finanzierung nicht wie ursprünglich geplant angezapft werden muss, und bringt finanziellen Spielraum, um den von den Sportvereinen so dringend geforderten Hubboden zu installieren.

Unter acht Planungsbüros, die das Rathaus in die engere Auswahl genommen hatte, soll mit Kissel ein Solinger Traditionsunternehmen den Zuschlag erhalten. Das passt, schließlich lautet die Idee, die hinter dem Konjunkturpaket steckt, die heimische Wirtschaft zu fördern und damit die Folgen der großen Konjunkturkrise abzufedern.

In einer Vorlage für die heutige Ratssitzung (16.15 Uhr, Konzertsaal im Theater) bittet die Verwaltungsspitze die Fraktionen um grünes Licht, damit die Auftragsvergabe zügig erfolgen kann. Die Politiker erhielten das Papier praktisch auf den letzten Drücker erst gestern kurz vor den Fraktionssitzungen. Bis zuletzt hatte die Verwaltung an der mit Spannung erwarteten Vorlage gearbeitet.