Gute Nachrichten: Die Freizeit- und Sportanlage Ittertal schreibt schwarze Zahlen. „Wir erwirtschaften zum Glück so viel, dass wir Rücklagen bilden können, um weiter zu investieren und die Anlage auf Vordermann bringen zu können“, sagt der Walder Pfarrer Bernd Reinzhagen. Etwa 50 000 bis 80 000 Euro konnten jährlich reingesteckt werden. Die Banden wurden erneuert und 400 Paar Schlittschuhe neu gekauft. Beachvolley- und -handballfelder wurden angelegt. „Und das ohne den städtischen Zuschuss von ehemals jährlich 127 000 Euro.“
Der Vorsitzende des Fördervereins Ittertal e. V. freut sich auch über die große Unterstützung aus der Bevölkerung. Walter Freiberg, der Inhaber von Rabbasol, habe beispielsweise eine neue Eismaschine gespendet. Auch die Stadt-Sparkasse habe sich mit einem größeren Betrag beteiligt. Und unter anderem durch die ehrenamtliche Arbeit des Vorstandes konnten die Personalkosten drastisch reduziert werden - um 100 000 Euro. Die Gaststätte Quitte und der Kiosk seien verpachtet und trügen zur Belebung des Geländes bei.
Aufträge: Pflege von jüdischem Friedhof und Korkenziehertrasse
Der Förderverein betreibt das Freizeitgelände. Der gemeinnützige Verein „Neue Arbeit Ittertal“, deren 100-prozentiger Gesellschafter der Förderverein ist, beschäftigt Ein-Euro-Jobber und Langzeitarbeitslose in drei Arbeitsschwerpunkten. Um den Eis- und Bademeister Thomas Czeckay und eine hauptamtlichen Bademeisterin hat sich ein Team von 25 Personen gebildet, das im Sommer und Winter für die Freizeitanlage da ist.
Garten- und Landschaftsbau ist der zweite Schwerpunkt. Herbert Binkowski leitet die Arbeitsgruppe an, sie kümmern sich beispielsweise um die Korkenziehertrasse oder die Pflege des jüdischen Friedhofs. Und der dritte Bereich ist die Spielzeugbörse, die bei Rabbasol untergebracht ist. Die Menschen, die dort Spielzeug aus Kindertagesstätten säubern und reparieren oder Vogelhäuschen und Kaninchenställe bauen, haben große, sehr unterschiedliche persönliche Probleme. „Es ist immer schön zu erleben, wie sie sich mit ihrer Arbeit identifizieren“, betont Bernd Reinzhagen.
Sorge bereitet Bernd Reinzhagen aber noch, dass dieses Jahr nur noch 70 statt 85 Ein-Euro-Jobs von der Hartz-IV-Behörde finanziert würden. Der Bund habe Mittel für Ein-Euro-Jobber gestrichen und das Solinger Jobcenter müsse die Kürzung weiterreichen. „Anleiterstellen können wir nicht streichen. Deshalb entsteht eine Deckungslücke von 20 000 Euro. “, sagt Bernd Reinzhagen, „die der Förderverein aber schließen muss und wird.“ kc
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