Eigentlich ist Hans-Jürgen Kaufholz nur Zuschauer. Mindestens zweimal in der Woche ist er im Ittertal zu Gast und schaut sich von der Bande aus an, wie sein Enkel Paul über die Eisbahn flitzt. „Ich bin sehr gerne hier, und das schon seit vielen Jahren“, erklärte Kaufholz, der in Zukunft möglicherweise aber auch selbst - nach vielen Jahren Abstinenz - wieder aktiv wird. Denn der Mittsechziger war gestern Mittag um kurz nach 13 Uhr der 28 654. Besucher im Ittertal in dieser Saison.
So viele Gäste gab es noch nie. Als Geschenk erhielt Kaufholz ein Paar Schlittschuhe vom Förderverein. „Sie können den Gewinn nicht gegen Tanz- oder Fußballschuhe umtauschen“, scherzte Oberbürgermeister Franz Haug, der sich selbst von der guten Atmosphäre im Ittertal überzeugte. „Das ist natürlich sehr beeindruckend. Ich war schon oft hier, aber es ist immer wieder schön.“In Anbetracht der gestern geringen Besucherzahl sagte Haug aber auch: „Wenn diese Anlage von existenziellem Interesse ist, dann ist das Wetter doch egal.“ Den ganzen Vormittag über hatte es geregnet, erst gegen Mittag wurde es besser. Hans-Joachim Müller-Stöver, Vorstand des Fördervereins, konterte: „Wir haben eine Bombensaison hinter uns. Dass jetzt weniger Besucher kommen, ist vollkommen normal. Nach Karneval sind die Leute schon in Frühlingsstimmung, es wird ja auch immer wärmer“, meinte der SPD-Politiker, der davon ausgeht, dass die Eislaufanlage Ende der Woche geschlossen wird: „Sonst wird es zu teuer.“Gäste wünschen den ErhaltGar nicht begeistert davon ist Mareike Willer, die aus Haan gekommen war, um ein paar Runden auf dem Eis zu drehen. „Ich weiß von der wirtschaftlichen Situation hier im Ittertal. Es wäre so schade, wenn man hier irgendwann nicht mehr Eis laufen könnte“, erklärte die 38-Jährige, die in diesem Winter „bestimmt 15 Mal“ zu Gast war. tr
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