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07.07.2011 10:44
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ICE rollt ab Ende August nach Berlin

Gute Nachricht aus Berlin: Ende August soll der ICE nach Berlin wieder über die Wupperstrecke rollen. Dann ist die deutsche Hauptstadt von Solingen und Wuppertal aus wieder direkt per Zug in vier Stunden erreichbar. Dies erfuhr Solingens Bundestagsabgeordneter Jürgen Hardt (CDU) bei einem Termin mit Mitgliedern des Vorstandes der Deutschen Bahn, darunter auch Bahn-Chef Dr. Rüdiger Grube.

Der Wegfall der ICE-Verbindung von Köln über Solingen und Wuppertal nach Berlin sowie die derzeit erheblich längere Fahrzeit zwischen Hamm und Berlin ist – wie berichtet – Folge von Bauarbeiten auf der Strecke. Hardt: „Diese Arbeiten kommen planmäßig voran, so dass die Wiederaufnahme des Normalbetriebes ab Ende August nicht infrage steht.“

Über die mittel- und langfristige Nutzung der Müngstener Brücke für den Personen- und Güterverkehr seien nach Aussage des Bahn-Vorstandes „belastbare Informationen“ erst Ende des Jahres verfügbar, wenn die komplette statische Neuberechnung vorliege. Die derzeitige Nutzung für den Personenverkehr stehe aber nicht infrage, so Hardt. „Dann aber sei sicherzustellen, dass die Abellio-Züge mit ihrer höheren Achslast von 16 Tonnen die Brücke ab Ende 2013 nutzen können“, fordert Hardt. Auch sei zu klären, wie die Brücke dauerhaft gesichert werden könne, auch für den Güterverkehr. „Ich begrüße, dass die IHK eine Unternehmens-Umfrage über die Nutzung der Brücke für den Güterverkehr gestartet hat.“

Müngstener Brücke: Remscheider bittet Bundeskanzlerin um Hilfe

Parallel hat sich der Remscheider CDU-Fraktions-Chef Jochen Siegfried in einem Brief an Bundeskanzlerin Angela Merkel gewandt. Darin beschreibt er die verheerende Situation, als sieben Monate Stillstand beim Pendlerverkehr herrschte. „Leider mussten wir den Eindruck gewinnen, dass sich die Deutsche Bahn als Betreiberin des Zugverkehrs zwischen Remscheid und Solingen lange nicht sehr verantwortungsbewusst gezeigt hat.“ Siegfried appelliert an die Kanzlerin, ihren Einfluss geltend zu machen, dass ein unhaltbarer Zustand in der Verkehrsinfrastruktur auch von Seiten der Deutschen Bahn nicht länger toleriert werde. hpm