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20.07.2010 10:39
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Hoferichter: „Spekuliere nicht“

„Ich will und werde nicht spekulieren. Wir müssen abwarten, was da jetzt auf uns zukommt“, sagt Solingens Planungsdezernent Hartmut Hoferichter zum geplanten direkten Autobahnanschluss Solingens an die A 3. Wie berichtet sind im rot-grünen Koalitionsvertrag der neuen Landesregierung andere Prioritäten gesetzt worden. Demnach sollen Straßenbauvorhaben, die noch nicht in die Planung gegangen sind, nicht mehr weiter verfolgt werden. Damit wäre der direkte Anschluss Solingens an die A3 gestorben.

Hoferichter setzt auf das überfällige Gesamtverkehrsgutachten

Die neue Landesregierung bezieht zwar Stellung, ohne aber bislang konkret zu werden: Angesicht leerer öffentlicher Kassen auf Bundes-, Landes- und kommunaler Ebene sei Straßenneubau bei prognostiziertem Bevölkerungsrückgang weder ökologisch noch ökonomisch vertretbar. Die Minderheitsregierung will dies auch im nächsten Regionalplan festschreiben lassen.

Was das für den Weiterbau der Viehbachtalstraße bis nach Landwehr und die Fortsetzung über die B 229 n bis zum Langenfelder Kreuz (Gesamtkosten: rund 40 Millionen Euro) bedeutet, will sich der Erste Beigeordnete „noch nicht ausmalen“. Hoferichter: „Sicherlich kann ich die Koalitionsverträge lesen. Aber ich gehe davon aus, dass uns zunächst das versprochene Gesamtverkehrsgutachten mit der Prüfung von Alternativlösungen - Ertüchtigung der bestehenden A3-Anschlussstelle Hardt und einem neuen A3-Anschluss an der Haus-Gravener-Straße - vorgelegt wird.“ So ein Gutachten könne nicht einfach in der Schublade verschwinden. Laut Landesbetrieb Straßenbau NRW soll zunächst aber ein Gespräch zwischen Land und Bund vorgeschaltet werden.

Die Bürgerinitiative „L405/B229 nein“ hatte Vorschläge unterbreitet, mit denen die Staus an der A3-Anschlussstelle Hardt vermieden werden könnten, wie die Verlängerung der Abbiegespur in Fahrtrichtung Köln.

Hoferichter hatte daraufhin angeregt, den Landesbetrieb und die Initiative zur fachlichen Erörterung des Themas einzuladen und zu diesem Gespräch auch Vertreter der Stadt Langenfeld und des Kreises Mettmann hinzu zu bitten. Hoferichter: „Dieses Gespräch ist noch nicht terminiert, aber ich gehe davon aus, dass es in den nächsten acht Wochen stattfinden wird. hpm