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Heroin während Prozess-Pause geschmuggelt?
Hat die Solingerin (29), die vier Mitangeklagten beim Drogenschmuggel geholfen haben soll, während des laufenden Prozesses Heroin importiert? Am Mittwoch fiel der achte Verhandlungstag vor dem Wuppertaler Landgericht aus, weil die Frau nicht erschienen war. Nachdem das Gericht ihren Haftbefehl wieder in Vollzug gesetzt hatte, ergaben Recherchen der Staatsanwaltschaft im bundesweiten Haftregister der Polizei: Die 29-Jährige sitzt seit Mittwoch in Untersuchungshaft. Dies bestätigt Günter Neifer, Oberstaatsanwalt in Kleve: „Sie wurde am Dienstag am Grenzübergang Straelen an der Autobahn 40 auf deutschem Gebiet festgenommen.“ Wie Polizei und Staatsanwaltschaft mitteilen, war die 29-Jährige spätnachmittags mit einem Düsseldorfer (44) in einem Leihwagen unterwegs. Beide kamen offenbar gerade aus Holland. Als eine Zivilstreife der Autobahnpolizei Düsseldorf den Wagen kontrollieren wollte, habe der 44-Jährige ein Paket mit 1,2 Kilo Heroin aus dem Auto geworfen. Geschätzter Wert: 15 000 bis 20 000 Euro. Beide sitzen jetzt in Untersuchungshaft. Am Freitag ist in Wuppertal nächster Prozesstag. „Es ist eine übliche Vorgehensweise“, so der Wuppertaler Oberstaatsanwalt Wolf-Tilman Baumert, „dass Untersuchungshäftlinge mit einem Gefangenentransport zu Prozessen gebracht werden.“ Die nicht vorbestrafte 29-Jährige ist am Landgericht wegen zwei Beihilfehandlungen angeklagt, die sie bereits zugab. Demnach verwahrte sie in der Wohnung, in der sie mit ihrem mitangeklagten Freund (25) wohnte, Rauschgift. Zudem will sie dem 25-Jährigen Geld für den Drogenkauf gebracht haben. Bislang hoffte sie auf eine Bewährungsstrafe. Mitangeklagt sind auch der Vater (50) ihres Freundes, dessen Oma (85) sowie ein 29-Jähriger. cd |
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