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24.08.2011 12:00
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Heidebad: „Wir brauchen das Angebot“

Erhebliche Einsparungen bei den Personalkosten sollte die geplante Umstellung im Heidebad vom Zwei- auf Ein-Schicht-Betrieb bringen. Ein Plus von 100 000 Euro war so ursprünglich im Haushaltskonsolidierungskonzept veranschlagt, gespart wird allerdings nur ein kleiner Betrag. „Die Summe orientierte sich an den Öffnungszeiten, die zunächst viel stärker verändert werden sollten“, klärt Michael Dreesen von der Solinger Bädergesellschaft auf. Im Sportausschuss gab man dann aber doch dem Freizeitwert den Vorrang, statt eines Beginns gegen Mittag wurden für das Ohligser Freibad Öffnungszeiten um 10 Uhr (in den Ferien um 9 Uhr) statt zuvor 7.30 Uhr beschlossen. Der Badebetrieb endet einheitlich um 19 Uhr.

„Da ein Bad auch einen entsprechenden Vor- und Nachlauf bei der Pflege benötigt, kann dies nicht mit einer Schicht bewerkstelligt werden“, sagt Dreesen. Das gelte für alle Tage, an denen man geöffnet habe – so auch am Montag, als nicht unbedingt die Sonne schien, aber die Temperaturen angenehm waren. Noch größer sei der Bedarf der Nachbereitung an Tagen mit höheren Besucherzahlen. Ein Problem sei die Personal-Frage ohnehin, ist man doch nur einfach besetzt und somit auf Kräfte aus dem Vogelsang-Hallenbad angewiesen. Kasse, Aufsicht, Becken – es gibt viel zu tun im Ohligser Heidebad, wo sich Aushilfen nicht als optimal erwiesen hätten, die Unterstützung der DLRG jedoch ein positiver Faktor war.

Lauterjung will Naturbad
wieder ins Gespräch bringen

Wegen der langen Schlechtwetterperiode besuchten in diesem Sommer weit weniger Badegäste das Heidebad – und das Freibad Ittertal – als erhofft (ST berichtete). Dass sich der Sportausschuss gegen den Ein-Schicht-Betrieb und gegen noch weiter verkürzte Öffnungszeiten entschieden hatte, sei dennoch richtig gewesen, sagt Frank Schütz (CDU): „Man weiß ja vorher nie, wie das Wetter wird.“ Man brauche das Angebot für Kinder: „Die wollen in den Ferien ab morgens ins Freibad und nicht erst am Mittag.“

Auch Ernst Lauterjung, Vorsitzender des Sportausschusses (SPD), steht zu der Entscheidung: „Hätten wir Bombenwetter und dann Ein-Schicht-Betrieb gehabt, hätte es doch geheißen: Wie können die Politiker nur?“ Über das Heidebad werde man innerhalb der Ratsmehrheit demnächst „weitere Überlegungen“ anstellen, kündigt er an: „Vielleicht kann man es doch in ein Naturbad umwandeln.“ jg/asc