Sara weiß gar nicht, was sie ihrer Mutter zuerst zeigen soll. Das neue Klassenzimmer oder die neue Turnhalle? Aufgeregt läuft die Zehnjährige in Jeans und „Biene Maja“-T-Shirt hin und her.
Sara ist Schülerin der Wilhelm-Hartschen-Schule, städtische Förderschule mit dem Förderpunkt Geistige Entwicklung. „Wir sind sehr froh, dass wir die neuen Räume nun einweihen können“, sagt Schulleiter Joachim Cerekwicki.
Gelder aus dem Konjunkturpaket II machten die Bauprojekte möglich
Jahrelang war um die Turnhalle und die neuen Klassenräume gerungen worden. Die Stadt konnte die beiden Bauprojekte mit Mitteln aus dem Konjunkturpaket II des Bundes nun endlich stemmen. „Feste und Feiern sind ein Teil unserer Schulkultur“, berichtet der Schulleiter. „Eltern von Kindern mit Behinderungen sind oftmals isoliert. Hier ist ein Treffpunkt der Begegnung, um andere Familien kennenzulernen.“ Er berichtet von Freundschaften, die auf dem Schulhof entstanden sind. Das kann Elke Keil nur bestätigen: „Unsere Tochter Miriam geht hier zur Schule. Wir sind begeistert, mit welchem Engagement die Schule sich um unsere Kinder kümmert.“ Den Austausch mit anderen Eltern findet sie sehr wichtig: „Hier haben alle die gleichen Probleme, und sich das von der Seele zu reden, das tut richtig gut.“
Sara hat ihrer Mutter inzwischen alles gezeigt. Nun sitzt sie zufrieden, mit einer Bratwurst in der einen und einem roten Luftballon in der anderen Hand, bei ihrer Mutter auf dem Schoss. „Sara hat einen unglaublichen Bewegungsdrang“, erzählen die Eltern. „Die neue Turnhalle ist ein weiterer Schritt für eine optimale Förderung, und darüber sind wir sehr glücklich.“