Die Grünen wollen die CDU in der Bäder-Debatte ins Abseits stellen. Mit der SPD und den anderen kleinen Fraktionen hoffen sie auf eine überparteiliche „Mehrheit der Vernunft“. Ziel sei folgendes Konzept: Das Hallenbad Vogelsang mit Liegewiese, Spielflächen und Außen-Café aufwerten, Ittertal zum Naturbad machen, Klingenbad mit Hilfe des Konjunkturpakets ausbauen und das Hallenbad Ohligs erhalten. Die restlichen Standorte sollen schließen. Schon in der Ratssitzung am 12. Februar wollen die Grünen einen Antrag stellen. „Man kann aus unseren Bädern etwas machen“, sagt Sport-Sprecherin Birgit Evertz. Und sie glaubt auch, dass sich das für die Stadt rechnet.
Nachdem die Marktabfrage für das geplante Kombi-Bad zwar Betreiber, aber keinen Investor geliefert hat, fordert Birgit Evertz, die Idee zu begraben. Sie fürchtet ein Eigentümer-Risiko für die Stadt. Außerdem sei die Übergabe des Birker Bades an die Lebenshilfe gefährdet. 340 000 Euro für ein Verfahren zu bezahlen, das einen Betreiber und einen Kombi-Bad-Entwurf auswählt, nennt Evertz eine Farce. Denn gleichzeitig stiegen die Gebühren der Vereine für Sportanlage und es fehle Geld, um Bolzplätze zu sanieren. kra