Durch die Zäune um das Ex-Olbo-Gelände in Ohligs dringen immer noch Jugendliche ein. Das berichtet Anwohnerin Sabine Wiechert, und auch eine weitere Anwohnerin des Geländes habe sich beschwert, ergänzt Oliver Nowacki vom Ordnungsamt. Das Gelände gehört der Graf von Thun und Hohenstein Gewerbebauten KG in Bayreuth. Laut Stadtsprecher Lutz Peters will die KG voraussichtlich Ende Mai der Solinger Politik ein überarbeitetes Konzept für die Nutzung des Geländes vorlegen.
Klappern stört Nachtruhe der Nachbarn
Bereits im vergangenen Jahr hatte sich Wiechert über Jugendliche beschwert, die die Zäune um das Gelände herum überwinden und in die leerstehenden Ex-Olbo-Gebäude eindringen würden (ST berichtete). Das Ordnungsamt sprach mit dem Eigentümer, und der ließ umgehend Türen und Fenster der Häuser mit Brettern vernageln.
Laut Wiechert haben die Jugendlichen die Bretter jedoch gewaltsam beseitigt. Schlimm sei daran nicht nur, dass sie sich nun wieder in den leerstehenden Gebäuden herumtrieben. Wiechert sagt, die Jugendlichen hätten Balkontüren und Fenster nur angelehnt. Durch das Klappern der Fenster und Türen werde sie in ihrer Nachtruhe gestört: „Das ist schon sehr nervig.“
Wiechert wandte sich daher wieder an das Ordnungsamt. Doch dessen Chef Stephan Trunk sagte auf ST-Anfrage, ihm seien die Hände gebunden. Es sei wichtig gewesen, dass der Eigentümer das Gelände gesichert habe. Trunk ergänzt jedoch: „Wenn die Jugendlichen die Bretter dann wieder entfernen, ist der Eigentümer auch irgendwann nicht mehr verantwortlich zu machen.“
Die Sache mit den klappernden Fenstern gehe in den privatrechtlichen Bereich hinein, so Trunk. „Daher habe ich Frau Wiechert empfohlen, sich einen Rechtsanwalt zu nehmen, wenn sie weitere Ansprüche gegenüber den Eigentümern durchsetzen will.“ Wegen der Anwaltskosten komme diese Lösung aber nicht infrage, sagt Wiechert. fma