Snippets
Snippets
31.03.2007 18:15
Drucken Vorlesen Senden
Die Trasse geht weiter
Von Knut Reiffert

Eine Radtour über 45 km vom Solinger Hauptbahnhof in die Altstadt von Hattingen? Schon in zwei bis drei Jahren könnte das ein angenehmer Familienausflug sein.

Möglich machen soll das die Wuppertaler Nordbahn: Die Wuppertalbewegung (siehe Kasten) will die ehemalige Rheinische Eisenbahnstrecke zu einem Fuß- und Radweg ausbauen. Durch noch vorhandene Tunnel und über imposante Viadukte soll das sechs Meter breite Asphaltband im Nordosten bis zum Haltepunkt Schee in Sprockhövel führen. Und von dort weiter nach Hattingen und ins Radwegenetz des Ruhrgebiets.

Und im Westen: In Vohwinkel ist die Zusammenführung mit der Solinger Korkenziehertrasse geplant. Die Solinger Freizeitstrecke würde dann nicht an der L 357 n am Roggenkamp enden, sondern nach einer kurzen Passage über den schon vorhandenen Geh- und Radweg entlang des Autobahnzubringers die A 46 unterqueren. Nördlich der Autobahn haben die Planer dann die Qual der Wahl zwischen drei ehemaligen Bahntrassen (siehe Grafik), die alle bis ins Zentrum von Vohwinkel führen. „Zwei haben wir uns schon angeschaut“, berichtet Artur Pach und meint die beiden Trassen der Korkenzieherbahn. Befund des Planungsleiters der Vermögensbetriebe: „Beide zu realisieren.“

Da die Wupperbewegung Spendenzusagen über sagenhafte 2,2 Millionen Euro zusammen hat, ist es an der Stadt Wuppertal, bis Ende Mai einen Antrag auf Förderung aus dem Ziel-2-Programm der EU zu stellen. Dem ersten aus dem bergischen Städtedreieck überhaupt. „Für einen Euro Eigenmittel gibt es einen Zuschuss von bis zu vier Euro“, hat der Vereinsvorsitzende Dr. Carsten Gerhardt kalkuliert, wie die Gesamtinvestition von zwölf bis 16 Millionen Euro zusammenkommen kann. Die Bewilligung der ersten Tranche von drei Millionen Euro ist für Anfang 2008 eingeplant. 2009 soll die Finanzierung der ganzen Strecke stehen. „Und dann können wir auch schon den Anschluss an die Korkenziehertrasse in Angriff nehmen“, blickt Gerhardt optimistisch nach vorn: „Für uns ein hochattraktives erstes Ausbauprojekt.“