Das Freibad im Ittertal wird bereits nächsten Sommer geschlossen haben. „Wir werden den Vertrag mit der Stadt noch dieses Jahr kündigen und dann neu verhandeln“, sagt Dr. Hans-Joachim Müller-Stöver, Vorsitzender der Gesellschafterversammlung.
Damit reagiert die Ittertal gGmbH auch auf das „neue Bäderkonzept“, auf das sich Stadtspitze, CDU und SPD geeinigt haben. Die Solinger Freibäder und die Hallenbäder Ohligs und Vogelsang sollen zugunsten eines neuen Kombibades geschlossen werden. Um das Freibad weiterführen zu können, müsste Ittertal höhere Zuschüsse als die jetzigen 136 770 Euro von der Stadt erhalten. „Das ist bei der Haushaltslage undenkbar“, sagt SPD-Parteichef Dr. Hans-Joachim Müller-Stöver.Das Nichtschwimmerbecken wird weiterhin genutzt werden„Die Eisbahn wollen wir weiter betreiben. Und im Sommer wollen wir uns auf Sport- und Spielmöglichkeiten konzentrieren“, betont er. Das Nichtschwimmerbecken werde zum Plantschen weiter genutzt. „Wir denken dabei vor allem auch an Familien mit Kindern, die keinen teuren Eintritt bezahlen können“, sagt der SPD-Parteichef. Neben den Beach-Volleyball-Feldern werden im kommenden Sommer Soccer-Felder eingerichtet. Der Beach-Club „Getaway-Island“ sei in diesem Sommer schon sehr gut angenommen worden. „Das wollen wir ausbauen.“ Und auch Kunst und Kultur würden im Ittertal gepflegt.Ob im Ex-Schwimmerbecken demnächst Fische gezüchtet werden, die im Speiselokal Quitte angeboten werden oder Kanufahrer ihre Rollen probieren, ist noch nicht sicher. „Wir können uns auch vorstellen, den Parkplatz für Camper auszubauen“, sagt Dr. Müller-Stöver. Gespräche mit der Wirtschaftsförderung werden bereits darüber geführt. Das Hauptgeschäft der Ittertal gGmbH ist aber, Menschen zu fördern und denen Beschäftigung zu geben, die schon lange arbeitslos sind. Dafür seien sinnvolle Betätigungsfelder wichtig. Das Unternehmen beschäftigt 24 Stammkräfte und über 60 Menschen in den unterschiedlichsten Projekten. „Wir werden keinem kündigen“, betont Geschäftsführer Michel Korb „Wenn wir aber noch so einen Sommer erlebt hätten, wären wir Pleite gegangen.“ Die Stadt hätte den Verlust nicht decken können. Daher sei der Schritt auch befreiend. kc » Guten Morgen