Die Ausschuss-Premiere des neuen Dezernenten Norbert Feith (Jugend, Schule, Kultur, Sport, Integration) war gestern von Emotionen geprägt. Ging es doch in einer entscheidenden Phase um das Bäderkonzept. „Die Verwaltung setzt den Ratsbeschluss um“, ließ der Dezernent keinen Zweifel am Kombi-Bad aufkommen. Ein Antrag der FDP, diese Pläne aufzugeben, wurde nicht zugelassen. „Das ist eine Erweiterung der Tagesordnung, die beanstandet werden könnte. Dringlichkeit liegt nicht vor“, begründete Ernst Lauterjung (SPD), Vorsitzender des Ausschusses.Norbert Feith sieht die erste Phase der Machbarkeitsstudie, die auch den Workshop Anfang Mai enthielt, als abgeschlossen an. „Mit dem heutigen Tag geht es an die Marktabfrage“, erläuterte er. Mitte November soll mehr Klarheit über mögliche Investoren-Interessen herrschen, bis Ende des Jahres das Gutachten erstellt werden. Um keinen Einschränkungen zu unterliegen, hat die Stadt alle in Frage kommenden Grundstücke gesichert: Neuenhaus in Höhscheid gegenüber dem Höhscheider Hof, Buschfeld hinter dem Sportplatz Bavert Richtung Haan sowie Bodlenberg in Ohligs im Umfeld des früheren Freibades Tränke. „Damit sind wird auf einem sicheren Weg“, so Feith mit Blick auf verschiedene Optionen, die Interessenten für sich geltend machen könnten.Anerkennung für Feith, Zweifel bei der OppositionÜber mangelnde Kommunikation und geringe Fortschritte in den letzten Monaten klagten gleich mehrere Politiker. „Wäre Herr Feith doch nur früher gekommen“, meinte beispielsweise Gerd Brems (FDP), der mit dem neuen Mann ein höheres Maß an Struktur und Effektivität verbindet. Die spiegelte sich in den Plänen für den Ausbau des Klingenbades wider, wo die Kosten durch verschiedene Maßnahmen auf etwas über viereinhalb Millionen Euro gedrückt wurden und dank Planung mit Fernwärme weitere Ersparnisse möglich sind. Aber noch geht es darum, wieder Gemeinsamkeit zu erlangen. Birgit Evertz von den Grünen: „Einrichtungen werden geschlossen, hinter das neue Kombi-Bad ein dickes Fragezeichen gesetzt. Das ist ein Desaster und erlaubt die Frage: Machen wir’s überhaupt?“