Es tut sich etwas bei der Deutschen Bahn, zumindest was die Sanierung der Müngstener Brücke betrifft. Und endlich macht sich Erleichertung breit: Das gilt für Remscheids Oberbürgermeisterin Beate Wilding ebenso wie für Solingens Ersten Beigeordneten Hartmut Hoferichter und für Thomas Wängler, den Verkehrsexperten der Industrie- und Handelskammer Wuppertal-Remscheid-Solingen.
Hoferichter sagte gestern nach dem Informationstreffen in Düsseldorf mit den Bahn-Managern über den Stand der Sanierung der Stahlbrücke: „Die wesentliche Erkenntnis des zweistündigen Treffen ist, dass uns endlich überzeugend dargelegt wurde, dass die Arbeiten für die statische Nachberechnung des unter Denkmalschutz stehenden bergischen Wahrzeichens im Zeitplan liegen.“
„Bis Ende August werden die Belastungsmessungen mit Versuchsfahrten unter zusätzlicher Beteiligung eines vom Eisenbahn-Bundesamt anerkannten Prüfstatikers, eines Universitätsprofessors aus Aachen, nach dem Vier-Augen-Prinzip durchgeführt“, ergänzt Wängler. Zuvor müssten noch die Messeinrichtungen installiert werden. Bis zum 30. September hat, wie berichtet, die Bahn die Ergebnisse des statischen Nachweises dem Eisenbahn-Bundesamt zu übergeben. Erst dann könnten, so Hoferichter, abschließende Ergebnisse bewertet werden. Parallel laufen schon Instandhaltungsarbeiten nach einem dem Bundesamt vorgelegten Maßnahmenkatalog. Sie betreffen den Korrosionsschutz und die Stahlbautechnik an den Knotenblechen und Nieteinrichtungen.
Wängler: „Wir haben vereinbart, dass wir spätestens Ende August bei einem weiteren Treffen über die dann aktuellen Zwischenergebnisse der Statikprüfung unterrichtet werden.“ Aber erst wenn alle Gutachten komplett vorlägen, so habe der DB-Konzernbevollmächtige Reiner Latsch mitgeteilt, könne auch festgelegt werden, ob und welche historischen Fahrzeuge zum Brückenfest am letzten Oktoberwochenende verkehren dürfen.
Zum Brückenfest im Oktober nur Pendelfahrt eines Dampflokzuges
„Die Verträge sind zwar noch nicht unterzeichnet, doch wir haben vorerst vereinbart, dass wir mit einem historischen Dampflokzug und als zusätzlichem Schubfahrzeug einer Diesellok nach Solingen kommen“, sagt Beatrice Lindener, Pressesprecherin des Eisenbahnmuseums Bochum-Dahlhausen, das bislang stets das Gros der Dampflok-Züge zum Brückenfest gestellt hat. Frank Balkenhol von der städtischen Wirtschaftsförderung, der Veranstalterin des Festes, ergänzt: „Diesen Zug werden wir am 30. und 31. Oktober im Pendelverkehr zwischen Solingen-Hauptbahnhof und dem Bahnhof Schaberg fahren lassen können.“ Dementsprechend werde jetzt auch das Beiprogramm umgearbeitet. hpm