Die Bagger an der Schwertstraße und an der Augustastraße sind gerade erst angerollt - schon behindern Eis und Schnee die Bauarbeiten für die beiden neuen Kindertagesstätten in Mitte. Bis Ende Juni müssen die beiden Einrichtungen stehen. „Wir gehen davon aus, dass der Termin gehalten wird“, sagt Stadt-Pressesprecher Lutz Peters.
Doch die Arbeiten - derzeit wird Erde ausgehoben und der Fernwärmeanschluss vorbereitet - haben bereits mit Verzögerung begonnen. Im Sommer hatte ein Bewerber Einspruch gegen die Vergabe an den Generalunternehmer Bauart massiv aus Marl eingelegt: Die Klärung durch die Vergabekammer dauerte zwölf Wochen. Danach musste auf Anfrage aus Marl bestätigt werden, dass sich im Boden keine Kampfmittel befinden.
Wie die Bauarbeiten auch ablaufen - eine Kostenexplosion wie beim U3-Ausbau sei nicht zu befürchten, sagt Lutz Peters: „Die Firma baut die beiden Kindergärten als Generalunternehmer zu einem Festpreis. Damit ist die Stadt auf der sicheren Seite.“ 3,8 Millionen Euro kosten die beiden Neubauten, die zum Großteil mit Mitteln aus dem Konjunkturpaket (2,5 Millionen Euro) und einem Landesprogramm für den U3-Ausbau finanziert werden.
Rund 80 Plätze sind an jeder Einrichtung geplant
Träger der beiden Kitas werden die Stadt (Schwertstraße) und das Deutsche Rote Kreuz (Augustastraße). Beim Stadtdienst Jugend ( 2 90-53 56) sind bereits rund 30 Anmeldungen eingegangen, berichtet der stellvertretende Leiter Rainer Pauli. „Darunter sind auch vier Interessenten für einen integrativen Platz.“ Derzeit werde mit der Bezirksregierung abgestimmt, wie viel Personal die Stadt für die neue Kita einstellen darf, erklärt Peter Eberhard, Leiter des Stadtdienstes Jugend. Rund 80 Plätze sind an jeder Einrichtung geplant. asc