Der Jugend das Feuer, dem Alter die Besonnenheit. So lebt es die Familie Bender vor. Stinkwütend reagierte BfS-Chef Martin Bender, als er am Montag erfuhr, dass die CDU das Heidebad retten will, indem sie den Umbau zum Naturbad vorschlägt. „Da platzt mir der Kragen“, sagte Bender dem ST. Schließlich bot die BfS diese Idee vor Jahren wie Sauerbier an und wurde gerade von der Union wie eine lästige Fliege abgeschüttelt. Diese interessierte sich damals nicht für den Vorschlag, träumte noch vom Kombi-Bad. Während Bender Junior also in Wallung ist, glättet Vater Heinz die Wogen. Die BfS kämpfe ebenfalls entschieden für den Erhalt des Heidebads, betont der Fraktionschef. Umgebaut zum Naturbad produziere es weniger Kosten (von der Hälfte war damals die Rede) und lasse sich eher an einen freien Träger übergeben. Die BfS freue sich, dass nun auch die CDU diese Idee unterstütze, sagt Bender sen. „Scheinbar hat das Konzept der BfS von 2007 nun auch hier Anklang gefunden.“ Die Kosten für einen Umbau bezifferte die Stadt damals auf etwa zwei Millionen Euro. Wegen der Lage im Landschaftsschutzgebiet sei er aber nur in den bestehenden Grenzen möglich. Dieser, so hieß es, sei aber nicht mit der erforderlichen Besucherzahl von 1500 Badegästen täglich zu vereinbaren, die unter städtischen Kostengesichtspunkten notwendig seien. Weil dafür vermutlich die Fläche zu erweitern sei, um genug Platz für biologische Wasseraufbereitungsbecken zu haben, sah das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucher das Projekt sehr kritisch. Bleibt also mit Spannung abzuwarten, welche neuen Erkenntnisse die CDU nun liefert. kra