Für das Heidebad in Ohligs war 2010 ein gutes Freibad-Jahr. Mit vorläufig geschätzten rund 38 000 Besuchern wurde ein neues Hoch erreicht. Nach knapp 30 000 Gästen im Vorjahr und nur rund 23 000 im Jahr 2008 ist das ein prächtiges Ergebnis. „Das macht die finanzielle Situation aber nicht entscheidend besser“, sagt Lutz Peters, Sprecher der Stadt. „2008 etwa, da hatten wir nur Einnahmen von rund 44 000 Euro und einen Zuschussbedarf von 160 000 Euro. Diese Saison werden die Einnahmen vielleicht etwa 15 000 Euro höher ausfallen. Aber das bringt uns nicht wirklich näher an ein ausgeglichenes Ergebnis.“
Im Juli waren zehnmal mehr Leute im Heidebad als im August
Im Ittertal ist man rundum zufrieden. 34 000 Besucher kamen bislang 2010. Das liegt deutlich über dem Durchschnitt der vergangenen zehn Jahre von 27 000 Gästen. „Wir sind sehr zufrieden. Allerdings hätten wir Anfang der Ferien zumachen können“, sagt Bernd Reinzhagen, Vorsitzender des Fördervereins Ittertal. Außer dem schlechten Wetter der letzten sechs Wochen könne er zwar kaum ein Haar in der Suppe finden. Doch der Monat August war für die Bäder ein Desaster.
Beispiel Heidebad: Ordentliche 10 000 Besucher hatte es im Juni gegeben, beachtliche 24 000 im Juli - und dann mickrige 2500 im August. „Wenn dieser Monat nicht so mies gewesen wäre, hätten wir richtig gut dagestanden“, erzählt Schwimmmeister Stefan Pill. „Es ist schon traurig, wenn die Saison so zu Ende geht.“
Im Ittertal bereitet man sich ab Montag auf den Winter vor
Das Heidebad schließt am Sonntag, ab Montag wird dann alles winterfest gemacht. Das dauert knappe zwei Wochen. Mitte Mai soll dann wieder eröffnet werden. „Für eine hoffentlich gute Saison 2011“, sagt Pill.
Im Ittertal dagegen beginnen am Montag nach dem großen Abschluss am Wochenende die Vorbereitungen für das Eislaufen in der Wintersaison.
„Wir haben unsere Kosten gedeckt und können, wie voriges Jahr, rund 25 000 Euro für den Winter investieren“, sagt Reinzhagen. Finanziell sei man gut aufgestellt. Die beiden Bäder sind kaum zu vergleichen, weil das Ittertal etwa wegen seiner Kooperation mit der Arge weniger Personalkosten schultern muss.
Für den Winter bekomme die Eislaufbahn frische Banden, und es werde auch in neue Schlittschuhe investiert. Bis mindestens Oktober werden außerdem die Beachplätze im Ittertal noch zugänglich sein. „Die Plätze sind besonders gut angenommen worden. Auch dieses Angebot wollen wir ausweiten“, sagt Bernd Reinzhagen.
Im Heidebad läuft indes vieles unter Vorbehalt. Im Haushaltssicherungskonzept der Stadt war eigentlich eine Schließung vorgesehen, die der Solinger Rat allerdings abgelehnt hat. Nun soll die mögliche Umwandlung in ein Naturbad geprüft werden (ST berichtete). Ergebnisse könnte es nach Angaben der Stadt im Sportausschuss am 9. November geben. bjb