Ein Naturbad für Ohligs?
Krengs Diek (Kringsteich) wird als provisorisch ausgebauter „Badetümpel“ genutzt.
Zum regulären Schwimmbad ausgebaut, wird das Heidebad, damals noch „Sauerbreybad“, am 3. Juni eröffnet. Neben dem Becken aus Eisenbeton gibt es einen so genannten Vorwärmer. Dieses Klär- und Vorwärmbecken sorgt dafür, dass sich das Wasser des Schwimmbeckens alle 10 Tage erneuert. Für die Reinigung des aus Heidequellen kommenden Wassers gibt es eine Kohlefilteranlage.
Das kriegsbedingt vernachlässigte Heidebad wird generalgereinigt.
Für eine Million Mark wird das Bad um- und ausgebaut.
Nachdem die rot-grüne Ratsmehrheit beschlossen hat, das Bad zu schließen, kommt es zum ersten Bürgerentscheid in Solingen: 33 554 Stimmen für, 3537 gegen das Heidebad.
Mettmann spart hier bereits seit fünf Jahren: 2005 hat die Kreisstadt ihr marodes 70er-Jahre-Freibad in ein Naturbad umgebaut. Laut Stadtverwaltung sind die Stromkosten dadurch um die Hälfte zurückgegangen, der Wasserverbrauch gar um bis zu 90 Prozent, weil das Bad aus einem extra gebohrten Brunnen versorgt wird. 1,2 Millionen Euro kamen aus einem EU-Förderprojekt, die restlichen 1,8 Millionen Euro musste die Stadt selbst stemmen. „Wir mussten viel Überzeugungsarbeit leisten. Es wurde der Eindruck erweckt, ein gutes Bad würde gegen einen Schlammteich getauscht“, erinnert sich der Mettmanner Baudezernent Kurt Werner Geschorec.