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04.08.2011 09:58
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Denkmalpflegerin optimistisch, Bahn amüsiert

Der Beleg für den „Goldenen Niet“ in der Müngstener Brücke, den die Bergische Entwicklungsagentur in Augsburg entdeckt hat (ST berichtete), beschäftigt die Experten. Angela Koch, Denkmalpflegerin bei der Stadt Remscheid, verweist auf das Buch „Die Thalbrücke bei Müngsten und die Strecke Remscheid-Solingen“. Dort werde die Geschichte vom goldenen oder vergoldeten Niet erzählt. Das nun im Archiv der Firma MAN gefundene Dokument stütze die These von dessen Existenz. „Es ging um ein Bauwerk, das im kaiserlichen Deutschland Fortschrittsglauben und internationales Renommee in sich vereinte.“ Ein goldener Niet würde da passen.

Bei der Deutschen Bahn zeigt man sich amüsiert. „Wir haben unsere Zweifel, dass ein massiv goldener Niet eingeschlagen werden konnte, weil Gold als Metall zu weich ist“, sagte Bahnsprecher Udo Kampschulte. Die nächste Frage sei, ob er nach der Eröffnungsfeier immer noch drin gewesen sei. Angesichts der 934 456 Nieten und der Tatsache, dass die Brücke seitdem mehrfach gestrichen worden sei, sei der Niet ohnehin nicht mehr aufzufinden. bjb, ric