Die Händler in Solingen sind verunsichert, weil Remscheid nun doch mit Macht ein Design-Outlet-Center (DOC) im Industriegebiet Blume verwirklichen will. Zwar hat sich die Landesregierung bisher zur nötigen Genehmigung negativ geäußert, aber nachdem sich die Grundstückseigentümer mit den Investoren handelseinig sind, ist eine neue Situation entstanden. Der Einzelhandel in der Solinger Innenstadt warnt bereits vor den schädlichen Folgen, die durch die DOC-Konkurrenz für die hiesigen Geschäfte drohen (ST berichtete). Das beinhaltet auch Sorgen vor den Auswirkungen für das Einkaufszentrum am Neumarkt („Hofgarten“).
Bis zum Abriss des Karstadt- Hauses dauert es noch etwas
Indes reagieren die Investoren – Sonae Sierra und MAB Development – gelassen auf die Vorgänge in der Nachbarstadt. „Wir respektieren jeden Wettbewerb, aber wir sind überzeugt von der Qualität unseres Projektes“, heißt es aus den Zentralen der beiden Partner. Aufgrund der großen Erfahrung mit vergleichbaren Vorhaben werde es gelingen, das Einkaufszentrum als dominierendes in der Region zu positionieren. Der Business-Plan berücksichtige selbstverständlich wachsende Konkurrenz im Einzugsgebiet. Sonae und MAB rechnen mit einem Potenzial von 270 000 Kunden – aus der Klingenstadt sowie dem Umland.
Das Shopping-Center könne sich sogar mit einem DOC jenseits der Wupper ergänzen, da sich die Angebote und damit auch die Zielgruppen voneinander abheben, betonen Sonae und MAB. Der wichtigste kommerzielle städtische Anker in der Region werde am Solinger Neumarkt geworfen.
Bis zum Beginn der ersten Abrissarbeiten dauere es dort zwar noch einige Wochen, erklärt Thomas Binder (Sonae). Aber das hänge allein mit Logistik und Organisation zusammen. Einen Termin gebe es noch nicht. kra