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26.03.2008 09:18
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Camping-Idee geht baden
„Wir haben die Pumpen abgestellt“, sagt Dirk Mekschrat, der Vorsitzende des SV Solingen Süd: Im Schellbergtal wird zwar kein Wasser aus dem Becken abgelassen (sonst würde der Druck des Hangs die Wände zerstören), aber ansonsten liegt die Freibad-Idee auf dem Trockenen (ST berichtete). Der Schwimmverein nutzt nur noch das Heim und die Turnhalle.

Das findet die FDP schade: Ihr Antrag, am Freibad eine Camping-Anlage einzurichten, traf im Landschaftsbeirat nicht auf Beifall. Ein Campingplatz sei mit dem Landschaftsrecht nicht vereinbar. Eigentlich hatte sich die Ratsfraktion der Partei Tipps von der Verwaltung erhofft, wie es gehen könnte. Stattdessen gab es ein klares Nein.

„Uns ist bewusst, dass viele Dinge noch geprüft werden müssen“, heißt es bei der FDP. „Aber wenn man das Freibad Schellbergtal erhalten will, kann man die Kosten nur mit Einnahmen kompensieren.“ Die könnten durch einen Campingplatz kommen, wie ihn ein möglicher Investor aus Nordrhein-Westfalen bereits am Ijsselmeer in Holland betreibt. „Camping wird sehr gut angenommen“, sagt ein Mittelsmann, der nicht genannt werden möchte, aber die „idyllische Lage“ des Bades lobt.

Im Tal führt aber nicht nur eine Hochspannungsleitung über das Gelände, sondern existiert auch nur eine biologische Abwasser-Kläranlage. Auch müssten die Hänge terrassiert werden. Und die Anfahrt wäre wohl nur über den Balkhauser Weg möglich.

In der Stadtverwaltung befürchtet man zudem Beschwerden der Anlieger. Einen Präzedenzfall hat es bereits am ehemaligen Aufderhöher Bad gegeben. Seine Wiederbelebung als Freizeitareal wird von einigen Anliegern nicht gerne gesehen – wegen des erwarteten Lärms. „Das würde mit Sicherheit auch im Schellbergtal nicht friedlich abgehen“, heißt es bei der Bauaufsicht.

Unverständnis würde man auch beim SV Solingen Süd ernten: „Über den FDP-Antrag habe ich nur gelächelt“, kommentiert Vorsitzender Dirk Mekschrat. Man habe selbst vergeblich für Parkplätze und eine Busanbindung gekämpft. Für einen Campingplatz müsse das Gelände „ja noch mehr kaputt gemacht werden“. Ganz aufgeben will er die Hoffnung aufs Schwimmen aber nicht – falls sich doch noch ein Investor fürs Bad findet. flm