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31.10.2011 10:47
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Brückenfest: Ohne Lok weniger los

Von Karl-Rainer Broch

Über eine Tatsache waren sich alle Besucher des Brückenfestes einig, egal, wo man sie befragte: Ein Brückenfest ohne Dampflok, die über die Müngstener Brücke durchs Bergische Land fährt, ist seiner Hauptattraktion beraubt. Und so fragte Falk Dornseifer, neben Torsten Steinhaus, Carsten Zimmermann und Bina Vermeegen einer der „Macher“ des Brückenfestes, bereits am Samstagnachmittag: „Wo sind die Leute?“

Fotoaktion mit Brückenpaten
im Internet

Die kamen zwar im Laufe des Samstags und auch gestern, als der verkaufsoffene Sonntag in Solingen und Ohligs für zusätzliche Belebung sorgte, aber es waren deutlich weniger Besucher als in früheren Jahren.

Sabina Vermeegen: „Angesichts der schlechten Finanzlage war es nicht vertretbar, die Dampfloks fahren zu lassen. Der Fahrkartenverkauf deckt die Kosten nicht, und die Differenz bleibt bei den Veranstaltern Wirtschaftsförderung und Bergische Entwicklungs-Agentur hängen.“

Besonders attraktiv war die Fotoaktion vor einem Bild von Künstler Sascha Reichert mit dem Brückenmotiv. Über 250 Besucher ließen sich in Ohligs, im Südpark und in den Clemens-Galerien vor dem Kunstwerk fotografieren und können jetzt im Internet unter http://www.solinger-tageblatt.de/weltkulturerbe ihre Teilnahme als Brückenpate nachverfolgen. Im Brückenpark verzichtete man auf das Kunstwerk und hatte mit dem Original-Bauwerk im Hintergrund die beste Vorlage gefunden. Auch wenn es in Müngsten außer der Mini-Eisenbahn neben Haus Müngsten und der Foto-Aktion keine besonderen Programmpunkte gab, herrschte unter der Brücke viel Betrieb.

Am Samstagnachmittag waren bereits über 700 Tickets für die Fähre über die Wupper verkauft, und sowohl auf dem Minigolfplatz als auch in den Cafés drängten sich die Besucher.

Im Südpark lockten die Treckerfreunde aus Solingen, Remscheid und Umgebung nicht nur zu Rundfahrten, sondern kämpften auch um den Treckerpokal. Die Feuerwehr hatte ihre historischen Fahrzeuge aufgebaut, während auf dem Ohligser Marktplatz die freiwillige Feuerwehr Ohligs mit Rauchzelt und Löschübungen für ausreichend Qualm und Flammen sorgte.

Im alten Hauptbahnhof suchten die Segway Blade Allstars Nachwuchs bei Segway-Polo und Slalomparcours. Michael Glabisch: „Wir haben auch schon einige Probetrainingskandidaten gefunden.“ Vor Halloween war die Kürbis-Schnitzaktion eine Herausforderung für die Kleinen. Der achtjährige Sammy Wiel ritzte mit dem Spezialset ein Gesicht in den Kürbis, Martin Kotthaus vom Hersteller Tringle leistete Hilfestellung. Sammy will den Kopf auf die Fensterbank stellen: „Mit einer Kerze lasse ich ihn an Halloween leuchten.“

Viele Restaurants hatten den Brückenteller im Angebot. Kritisiert wurde der Preis von zwei Euro für eine Fahrt auf dem Kinderkarussell, nicht nur von den Kleinen, sondern auch von vielen Eltern und Großeltern.