„Wir haben den Eindruck gewonnen, dass es Richtung Sanierung geht“, fasst CDU-Landtagsabgeordneter Arne Moritz die gestrige Sitzung des Bauausschusses im Landtag zum Punkt „Müngstener Brücke“ zusammen. Vertreter der Deutschen Bahn hätten aus einem Werkstoffgutachten zitiert, das noch vor dem im Dezember erwarteten Gesamtgutachten die Stahlgüte positiv bewerte. Man könne von minimal 30 Jahren Restnutzungsdauer der Brücke ausgehen. Das bedeutet nach jetzigem Stand, dass ein Neubau nicht nötig werden würde.
Nach und nach müssten die alten Lager getauscht werden. Insgesamt will die Bahn 30 Millionen Euro bis 2015 investieren (ST berichtete). Fest steht laut Arne Moritz, dass es in den Sommerferien deshalb wieder Schienenersatzverkehr geben wird: 2012 und 2013 seien dafür bereits geblockt. „Das soll aber viel professioneller ablaufen als bisher“, zitiert Moritz die Bahn-Vertreter.
Auch in der gestrigen Sitzung der Bezirksvertretung Burg/Höhscheid gab es ein deutliches Signal der Bahn. Beim Thema Bewerbung um den Weltkulturerbe-Status wartete Annette Nothnagel von der Bergischen Entwicklungsagentur mit der Nachricht auf, dass neben Solingen, Remscheid und Wuppertal auch die Bahn mit im Boot ist. Die DB befürworte nicht nur die Bewerbung, sondern werde sie aktiv unterstützen und unterzeichnen. dn/hpm