Mit einem klaren Nein zum Kombi-Bad hat die Bürgergemeinschaft für Solingen (BfS) gestern ihr alternatives Bäderkonzept präsentiert. Ihre Ablehnung gegen den Plan von Verwaltung und schwarz-roter Ratsmehrheit begründet Fraktionschef Heinz Bender: „Solingen benötigt kein Spaß- und Luxusbad, Die gibt es im Umland. Damit kommen wir um Jahre zu spät.“ Die Stadt habe vielmehr die Aufgabe, für ihre Bürger ein erschwingliches Schwimmangebot zu sichern - auch für sozial Schwächere, wie Ingeborg Schmitz-Jösting betont. Deshalb ist die BfS dagegen, für ein Kombi-Bad alle bestehenden Freibäder sowie die Hallenbäder Ohligs und Vogelsang zu schließen.
Im Gegenteil: Sportsprecher Ulrich Piepenbrink plädiert dafür, die Freibäder in der Heide und im Schellbergtal zu erhalten. Das Heidebad soll in seinen jetzigen Grenzen zum Naturbad umgebaut werden, für das Schellbergtal sei diese Variante zu prüfen, falls der Betreiberverein kapituliere. Ein Naturbad, sagt der Ohligser Bezirkspolitiker Wolfgang Schmitz, sänke die Betriebskosten auf die Hälfte. Festhalten will die Bürgermeinschaft auch an den Hallenbädern Ohligs (Schulen, Vereine) und Vogelsang (Familien). Allerdings sollen diese attraktiver werden. Zusätzliche Nutzergruppen könnten die Auslastung verbessern. Markus Preuss, stellvertretender BfS-Chef denkt an Kurse der Volkshochschule, an die DLRG oder das Rote Kreuz. Gleichzeitig befürwortet die BfS den Ausbau der Klingenhalle zum Schwimmzentrum sowie die Übertragung des Birker Bades an die Lebenshilfe.Halbe Million Euro weniger Kosten, höhere EintrittspreiseObwohl sich die Oppositionsfraktion aufgrund der bisher vorliegenden Zahlen nicht in der Lage sieht, die finanziellen Effekte zuverlässig zu berechnen, glaubt sie, mit ihrem Modell die städtischen Bäderkosten um mindestens eine halbe Million Euro jährlich senken zu können. Erhöhungen der Eintrittspreise (Kinder 50 Cent, Erwachsene 1 Euro) sollen Zusatzeinnahmen bringen.Die BfS verlangt nun, dass ihre Vorschläge in der Machbarkeitsstudie geprüft werden. Diese gibt der Stadtrat in seiner Dezember-Sitzung in Auftrag. Um Unabhängigkeit zu garantieren, sollen drei Gutachter, die keine eigenen Investor-Interessen verfolgen, zur Auswahl gestellt werden. Bender: „Die Stadt kann jetzt zeigen, dass es ihr um ein Konzept mit breiter Akzeptanz geht.“ kra
16 Zeugen bei DFB-Verhandlung zu Relegationsspiel geladenFrankfurt/Main (dpa) - Insgesamt 16 Zeugen sind am Freitag in Frankfurt am Main zur Verhandlung des DFB-Bundesgerichts ...