Birgit Evertz erinnerte sich gestern im Sportausschuss an eine ihrer ersten Aktivitäten als Grüne. „Damals habe ich an der Birkerstraße gestanden und Unterschriften für den Erhalt des Hallenbades gesammelt.“ Deshalb freute sich die Sportpolitikerin von Bündnis 90/Die Grünen sichtlich darüber, dass die Übergabe des Hallenbades an die Lebenshilfe auf einem sehr guten Weg ist und so das Bad erhalten werden soll. Wie Baudezernent Hartmut Hoferichter erläuterte, können schon bald die Unterschriften unter den Vertrag.
Bis zu einem schriftlichen Auftrag zum Anbau eines weiteren Beckens ans Sportbad Klingenbad dauert es indes noch. Und dabei sind beide Maßnahmen miteinander verknüpft. Denn die Lebenshilfe kann erst mit den Umbauarbeiten im Hallenbad Birkerstraße beginnen, wenn die Maßnahmen an der Klingenhalle abgeschlossen sind. So ist der Schwimmbetrieb für Schulen und Vereine gewährleistet.
Lösung mit Hubboden wird favorisiert
Gestern wurden im Sportausschuss zum ersten Mal detaillierte Pläne für die Erweiterung und Sanierung der Klingenhalle vorgestellt. Gleichzeitig konnte das beauftragte Architekturbüro 3pass auch genauere Zahlen nennen. Rund 6,85 Millionen Euro kostet die vom Sportausschuss bevorzugte Ein-Becken-Lösung (12,5 x 25 m) mit Hubboden. Eine Empfehlung für die Ratssitzung am kommenden Donnerstag wollten die Sportausschuss-Mitglieder gestern aber nicht geben - es besteht noch Diskussionsbedarf in den Fraktionen. Eine Entscheidung soll aber auf jeden Fall übermorgen fallen.
Erfolgt wie erwartet die Zustimmung, wird mit den Bauarbeiten im März 2010 begonnen. Rund 15 Monate Bauzeit lautet die erste Zeitprognose. Wie lange davon das Klingenbad geschlossen sein wird, vermag jetzt noch keiner zu sagen.