Eine Informationsvorlage mit viel Zahlenwerk präsentierten Kämmerer Ralf Weeke und Ernst Schneider als Chef der Solinger Bädergesellschaft gestern bei der aktuellen Sitzung des Solinger Sportausschusses. Auf den Punkt gebracht lautete das Thema: Hallenbad Vogelsang oder doch das seit September geschlossene Hallenbad Birkerstraße? Da der städtische Haushalt den Betrieb beider Bäder nicht zulässt, wird nun die Politik gefragt. „Bis März muss die Grundsatzentscheidung für das eine Hallenbad stehen“, erklärte Ralf Weeke.
Die Entscheidung ist deshalb dringlich, weil in beiden Hallenbädern kräftig investiert und saniert werden muss, um den Weiterbetrieb zu sichern. Im Vogelsang betragen die überschlagenen Sanierungs- und Instandhaltungskosten 2,35 Mio. Euro. Dabei geht es um Fensterelemente, das Trinkwasser- und Leitungssystem, Abdichtungen, Fliesen und Beleuchtung.
Birkerstraße benötigt 6,65 Mio. Euro
Deutlich höher wäre der Betrag an der Birkerstraße. Neben der Gebäudehülle und der Erneuerung des Beckens müssten hier alle technischen Anlagen erneuert werden. Bedarf: rund 6,65 Mio. Euro. Allerdings stehen hier bereits bewilligte Landesmittel von 3,3 Mio. Euro zur Verfügung.
„Es wäre doch das Beste, wenn man diese Fördermittel für den Vogelsang umwidmen könnte“, erklärte der Sportausschuss-Vorsitzende Ernst Lauterjung. Der neue SPD-Chef Josef Neumann sei in seiner Funktion als Landtagsabgeordneter bereits in dieser Richtung aktiv. Ernst Schneider warnte in dieser Hinsicht allerdings vor großen Hoffnungen. „Nach meinem Kenntnisstand sind die Fördermittel gebunden an die Sanierung der südlichen Innenstadt.“
Insgesamt ließen die Stellungnahmen der Ausschussmitglieder eine klare Tendenz zum Vogelsang erkennen, der als billigere Alternative auch noch deutlich mehr Wasserfläche bietet. „Nichts spricht für die Birkerstraße, alles für den Vogelsang“, stimmte Kämmerer Weeke zu. ma