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27.09.2007 18:20
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Bäder: Rathaus wehrt Kritik ab
Dass sich die Grünen über die Arbeit im Rathaus beschweren, ist für Kämmerer und Sportdezernent Ernst Schneider (CDU) nichts Neues. Mit ihrer Kritik am Bäder-Gutachten sieht er die Oppositionspartei aber auf dem falschen Dampfer.

„Ich weise die Angriffe vehement zurück“, sagt Schneider im ST-Gespräch. Von einem „Gefälligkeitsgutachten“, wie es die Grünen nennen (ST berichtete), könne keine Rede sein. „Der Stadtrat hat den eindeutigen Auftrag erteilt, zwei Grundalternativen zu prüfen.“ Folglich sei es nicht Aufgabe des Gutachters gewesen, ein allumfassendes Bäderkonzept zu erstellen. Vielmehr habe die beauftragte Firma WaterVisions beurteilen müssen, ob der Neubau eines Freibades oder eines kombinierten Frei- und Hallenbades in Solingen machbar ist und welche Standorte dafür im Gegenzug wegfallen müssen.

Das Ergebnis ist bekannt: Der Gutacher folgt der Idee von CDU und SPD, indem er den Bau eines Kombi-Bades vorschlägt, wenn die Freibäder in Ittertal, Heide und Schellbergtal sowie die Hallenbäder in Ohligs und am Vogelsang aufgegeben werden. Gleichzeitig soll ein Anbau an die Klingenhalle erfolgen und das Hallenbad Birker Straße an die Lebenshilfe übergeben werden.

Die Grünen werfen dem Gutachter jedoch Eigeninteresse vor, weil dessen Firma auch Bäder baue. „Das stimmt nicht“, sagt Schneider. „Er tritt weder als Investor auf, noch ist er an einer solchen Firma beteiligt. Sonst hätten wir ihn nicht genommen.“ Es gebe auch keine Vorabsprachen, versichert der Kämmerer. „Wenn es zum Neubau kommt, gibt es ein offenes Vergabeverfahren. Der günstigste Anbieter erhält den Zuschlag.“

Schneider konzentriert sich in seinen Gedankenspielen inzwischen auf die Investor-Lösung. Ein Neubau in städtischer Eigenregie sei unwahrscheinlich, die Finanzierung aus den angelegten Millionen aus dem Stadtwerke-Teilverkauf kein Thema. kra