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08.09.2008 09:16
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„Autobahnzubringer bedroht 50 Tierarten“
Seit mehr als zehn Jahren tobt der Streit um den Autobahnzubringer B229n. Seit mehr als zehn Jahren streiten sich Fraktionen, Industrie, Anwohner. Die Trasse soll großteils parallel zur Bahnlinie zwischen Ohligs und Leichlingen verlaufen – teilweise auch durch Landschaftsschutzgebiet.

Zu ihrer diesjährigen Trassenbegehung stellte die Bürgerinitiative „B229nein“ ein neues Gutachten vor. Gemäß der „Artenschutzrechtlichen Vorprüfung“, die der Biologe Manfred Henf im Auftrag der Initiative anfertigte, werden durch den Bau mehr als 50 Tierarten bedroht: Enten, Eulen, Schwalben, Kröten, Frösche.

„So viele Tiere umzusiedeln, wäre ein extremer Kostenfaktor“, betont Dieter Lehnik aus dem Vorstand von „B229nein“. „Mit unserem Gutachten möchten wir die Stadt und das Straßenbauamt aufmerksam machen.“ Zu der Wanderung von der Kapelle Rupelrath in Richtung Leichlinger Sandberge hatten sich rund 40 Interessierte eingefunden, um ihren Protest gegen den Bau der B229 auszudrücken. „Der Autobahnanschlusses bedeutet für mich den Verlust von einem Stück Lebensqualität“, erzählt Anwohnerin Verena Enzenauer. Lärm, Abgase und monatelange Bauarbeiten seien für viele eine Belastung. Es gäbe viele Alternativen, bei denen man bestehende Straßen ausbauen könnte. „Bei solch einer großen Investition bezweifle ich, dass das Geld gut angelegt ist.“

Auch die Fraktionschefin der Grünen im Landtag, Sylvia Löhrmann, hatte sich unter die Wanderer gemischt. „Man muss bedenken, dass über die Straße eine Menge Lastwagenverkehr durch Solingen fließen wird, um Autobahnmaut zu sparen. Das kann keine gute Lösung sein“, bekräftigte die Politikerin.