Es passt nicht wirklich zum aktuellen Wetter, ein wichtiges Thema ist es allemal: Umwandlung des Heidebades in ein Naturbad - so lautete die Prüfungsvorgabe des Rats an die Verwaltung, die dazu in der heutigen Sitzung des Sportausschusses (16 Uhr, Raucherfoyer des Theaters und Konzerthauses) detailliert Stellung nimmt.
Unter Beibehaltung der Gesamt-Größe der Freizeitstätte in der Ohligser Heide ist die technische Umsetzung auf jeden Fall gewährleistet. Bei sensiblem Umgang mit der besonderen Lage im Naturschutzgebiet soll ein Familienbad mit hohem Aufenthalts- und Erholungscharakter entstehen. Mehrere Vari-anten gibt es laut kostenfreiem Entwurfskonzept bei der Wasserfläche: die Realisierung ist möglich mit 1300 bis 2100 Quadratmetern - was einer Reduzierung gegenüber dem alten Stand um 300 bis 1100 Quadratmeter gleichkäme. Um sich weitere Informationen zu verschaffen, wurden seitens der Verwaltung auch Erfahrungen aus Dortmund und Mettmann eingeholt, wo Naturbäder schon realisiert sind. Als Obergrenze bei der Besucherzahl werden 1600 Gäste pro Tag angegeben, wobei diese Marke für einige Tage auch deutlich überschritten werden könnte. Eine Rückführung sei dann aber nötig, um die Qualität des Wassers zu sichern.
Basierend auf einem durchschnittlichen Wert von 32 000 Besuchern in den letzten Jahren, nimmt die Verwaltung auch zu den Kosten Stellung. So seien Einsparungen im Bereich der Betriebs- und Stromkosten wahrscheinlich. Dem gegenüber stehen jedoch die Bauinvestitionen, die sich - je nach Ausgestaltung - zwischen 1,6 und 2,3 Millionen Euro bewegen. Geld, das nicht wirklich zur Verfügung steht. Und auch die Erhöhung des Zuschussbedarfs um 43 000 Euro wirft Fragen auf. „Wir wollen das Thema aber weiter angehen und dabei auch alle Möglichkeiten der Finanzierung beleuchten“, sagt Ernst Lauterjung (SPD). Der Vorsitzende des Sportausschusses regt die Vertagung hin zu den Etat-Beratungen der Parteien an. Fest steht bereits der Preis für eine Machbarkeitsstudie: 9400 Euro. jg