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22.09.2011 15:46
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Applaus fürs neue Einkaufszentrum - mit Video

Das Kind hat noch keinen richtigen Namen. Aber dass es wohlgestaltet ist und honorige Eltern hat, davon konnten sich am Mittwochabend fast 500 Solinger im Konzertsaal überzeugen. „Es hat sich gelohnt, nicht zu resignieren“, sagte OB Norbert Feith, als er zusammen mit den Investoren MAB Development und Sonae Sierra das 120-Millionen-Euro-Projekt vorstellte.  

„Wir suchen immer wieder maßgeschneiderte Lösungen“, betonte der MAB-Geschäftsführer Michael Flesch, als er und Sonae-Sierra-Geschäftsführer Thomas Binder ihre Unternehmen präsentierten. Was das Architekturbüro HPP für Solingen maßgeschneidert hat, zeigte dann Werner Sübai.

HPP, in der Region als Gestalter der Rathaus-Galerie in Leverkusen bekannt, hat die alten Pläne kräftig überarbeitet und, so Sübai, „die Identität der Stadt aufgegriffen“. Die Industrie findet sich in einem „Schal“ aus Metallgeflecht wieder, der sich ums Gebäude windet. Die Natur spiegelt sich in begrünten Dächern und einem „vertikalen Garten“, wo der Neubau an die Turm-Apotheke stößt. Dem Aspekt Mode soll eine großzügige Verglasung gerecht werden.

Drei Eingänge sind geplant: etwa auf Höhe des heutigen Karstadt-Hauptportals, in Nähe der Apotheke und – als Extra-Zugang zum Souterrain – auf dem Neumarkt bei den Pergolen. 75 Mieteinheiten sind so zu erreichen, 11 mehr als ursprünglich vorgesehen. Die Quote der inhabergeführten Läden soll bis zu 30 Prozent betragen. Außerdem will man für Solingen neue Ketten gewinnen. „Die Stadt hat eine relativ niedrige FiIialisierungsquote“, kommentierte Michael Flesch. „Ich denke, wir können das gut auffüllen.“ Und vor einem Outlet-Center in Remscheid fürchte man sich nicht.

Innen wird der Neubau von einem über mehrere Etagen reichenden Atrium bestimmt, um das es im Souterrain eine Art Kreisverkehr geben wird. „Keine Sackgassen mehr“, sagt Architekt Sübai. Er und die Investoren, die sich zur Solingen Shopping Center GmbH zusammengeschlossen haben, ernteten kräftigen Beifall.

Noch kein Termin für die Sprengung des Hochhauses

Kritik gab es nicht, wohl aber Fragen, von denen sich die meisten um die Sprengung drehten. Der Termin stehe noch nicht fest, versicherte Dr. Manfred Kühne („GeoExperts“). Die Sprengung sei aber das sichere Abbruchverfahren: „Wir sprengen in die Baugrube hinein.“ Mindestens acht Wochen vorher werde es Informationen geben, versprach Thomas Binder. Er will die Sprengung zur „Charity“-Veranstaltung machen: Wer auf den roten Knopf drücken darf, soll sich bei einer Versteigerung für einen guten Zweck zeigen.  flm

Ein Video folgt im Laufe des Tages.