Von Simone Theyßen-SpeichKinder toben mit einem riesigen Styropor-Drachen um die Wette, sportliche Schwimmer kraulen Bahn um Bahn im Schwimmerbecken, und dazwischen tummeln sich Eltern mit ihren Kindern, Großmütter mit ihren Enkeln oder Jugendliche, die einen Ferientag zum Schwimmbadtag gemacht haben. In den Ferien ist das Schwimmbad Vogelsang regelmäßig gut besucht.Lärm, Lachen, Spaß - ein Spaßbad ist es deshalb aber noch lange nicht. „Aber der Spaßfaktor steht gerade bei den Kindern und Jugendlichen ganz oben“, weiß Sebastian Markuse, der als Fachangestellter für Bäderbetriebe seit fünf Jahren den Schwimmbetrieb am Vogelsang im Auge behält. Etwa beim Spielenachmittag donnerstags von 16 bis 18 Uhr: Wenn die Kinder mit Spielgeräten, Schnorchel oder Schwimmflossen ins große Becken dürfen, dann ist es im Vogelsang rappelvoll.Nutzer sind zufrieden mit Angebot und Preis„Ich komme gerne mit den Kindern hier her. Die Preise stimmen, und man hat die Kinder gut im Blick“, ist Heike Feldmann mit dem Angebot „sehr zufrieden“. Andere Badegäste hätten im Hinblick auf ein mögliches neues Kombi-Bad aber auch Verbesserungs-Vorschläge.Chantal Hoffmann und ihre Freundin Sarah Funk (beide 9), die oft ins Vogelsang kommen, fänden eine größere Rutsche toll - „am besten gleich zwei, so wie im H2O“. Eine Rutsche würde sich auch Sarah Gribowski (13) wünschen. „Aber hier ins Hallenbad komme ich gerne, um einfach Bahnen zu schwimmen.“ Die Vorteile des Bades wissen auch andere zu schätzen. „So ein kleines Bad ist gemütlicher und schöner zum Schwimmen“, so die Senioren Eva und Bernd Kleppa. „Wir kommen mindestens einmal in der Woche“, erzählt Eugenia Wibe, die gemeinsam mit ihren Söhnen Benjamin (8) und David (5) im Nichtschwimmerbecken spielt. „Erstens möchte ich die Solinger Bäder unterstützen, und zweitens stimmt hier auch der Preis. Das Hildorado ist zwar toll, aber für regelmäßige Besuche zu teuer“, erklärt sie. Das sieht auch Alexander Keppler ähnlich, der mit Sohn Maximilian (9) schwimmt. „Hier hat man warmes Wasser, für Kinder ist das ideal.“Aber einen Wunsch haben fast alle Kinder und Jugendlichen: Einen Sprungturm. „Mindestens ein Drei-, besser ein Fünf-Meter-Brett“, wünscht sich Timo Heise (13). Diesen Wunsch und das Problem, springende Jugendliche und schwimmende Erwachsene in einem Becken unter einen Hut zu bekommen, kennt auch Schwimmmeisterin Gerti Willecke. „Getrennte Becken wären ideal. Einige ältere Stamm-Schwimmer kommen in den Ferien bewusst nicht, weil es dann hier zu trubelig ist.“Ein offenes Ohr für die Schwimmer-Wünsche hat auch der zuständige Beigeordnete Norbert Feith. „Ich nehme diese Vorschläge gerne als Anregungen mit in die anstehenden Gespräche.“