Es scheint sich wirklich etwas zu tun: Wie gestern von der Bahn AG angekündigt, liegt der Prüfbericht zur Standsicherheit der Müngstener Brücke inzwischen dem Eisenbahnbundesamt (EBA) vor. Dies bestätigte gestern Moritz Huckebrink, Sprecher der Bonner Aufsichtsbehörde.
Zur Bewertung des Prüfberichts wollte das EBA aber gestern noch keine Stellung nehmen. Huckebrink: „Natürlich hat der von uns eingeschaltete unabhängige Gutachter ein Testat zu den Prüfergebnissen der Deutschen Bahn zur Standsicherheit der Müngstener Brücke vorgenommen. Aber jetzt machen wir uns erst einmal ein Bild von dem Prüfbericht.“ Wie lange dies dauern wird, dazu wollte der EBA-Sprecher nichts sagen, zumal noch nicht alle Berechnungsunterlagen zur Statik der Brücke vorlägen. „Da steht die Bahn noch in der Pflicht“, sagte Huckebrink. „Es handelt sich dabei um fünf Aktenordner mit Handunterlagen über statische Berechnungen unserer Ingenieure, die aber bereits Bestandteil des Prüfberichtes sind“, nimmt dazu Gerd Felser, der Sprecher der Deutschen Bahn AG, Stellung. Diese Handakten würden heute dem Eisenbahnbundesamt bei einem bereits anberaumten Besprechungs-Termin übergeben. Die Deutsche Bahn rechne nach wie vor mit der „baldigen Freigabe“ der Brücke durch das EBA. hpm