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14.11.2007 19:08
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Ab Sommer nur ein Freibad
Sommer, Sonne, Schwimmspaß - das scheint in der anhaltenden Novemberdepression so weit weg wie ein Ende der städtischen Finanznot. Doch wer sich trotz des ungemütlichen Wetters die Mühe macht, einen Blick vorauszuwerfen, stellt fest: Es wird es eng in der kommenden Saison. Zumindest dann, wenn sich die Dinge so entwickeln, wie sie sich derzeit abzeichnen. Denn schon 2008 muss Solingen voraussichtlich mit nur einem Freibad auskommen. Außer dem Heidebad bleibt nichts mehr.

Die Betreibergesellschaft im Ittertal hat bereits angekündigt, ihr Bad nicht mehr öffnen zu wollen. Das Angebot ist nicht mehr finanzierbar. Und auch das Schellbergtal muss vermutlich für immer das Wasser ablassen. Die Stadt weigert sich, den bisherigen Zuschuss weiterhin zu zahlen. Ohne diese Summe sieht sich der SV Süd aber nicht in der Lage, das Bad zu halten. Die Idee, die Anlage mit Hilfe von Geldern aus der Wirtschaft zu retten, gilt (vorerst) als gescheitert. Bis auf die Sparkasse sind alle potentiellen Sponsoren abgesprungen (siehe hierzu Seite 16).

„Die Chance auf den Erhalt ist sehr gering“

Ernst Lauterjung, SPD, zum Schellbergtal-Bad

Mit einem Schlag steht dann weniger als die Hälfte der bisherigen Wasserfläche von über 5000 Quadratmetern zur Verfügung. Sportdezernent und Kämmerer Ernst Schneider (CDU) sieht darin kein unüberwindbares Problem. „Das Heidebad hat die größte Kapazität. Wenn ein Bad es schafft, dann dieses.“

Aber was passiert, wenn in einem heißen Sommer der Ansturm aus den anderen Stadtteilen einsetzt? „Was für ein Ansturm?“, fragt Schneider zurück und bezieht sich auf die Besucherzahlen im Schellbergtal. „Dort sind zuletzt doch kaum noch Leute gekommen.“ Knapp 9000 Besucher zählte der SV Süd in diesem kühlen Sommer. Selbst die 31 000 Gäste aus dem Super-Sommer 2003 beeindrucken Schneider nicht. Jedoch will er das Schellbergtal noch nicht ganz abschreiben. OB Franz Haug suche erneut die Gespräche.

Trotzdem: „Die Chance auf den Erhalt ist sehr gering“, glaubt der Sportausschussvorsitzende Ernst Lauterjung (SPD). „Man soll sich da nicht vertun.“ Selbst wenn es hart klinge: Die Solinger müssten sich langsam daran gewöhnen, mit nur einem Standort zurechtzukommen. „Anders geht es nicht. Wir stehen finanziell enorm unter Druck.“ Frank Schütz, Sportsprecher vom Bündnispartner CDU, sieht darin sogar einen guten Testlauf für das geplante Kombi-Bad. Dieses wird kaum vor 2010 stehen.

Martina Zsack-Möllmann, Fraktionschefin der Grünen, findet es dagegen zu riskant, sich aufs Heidebad zu verlassen. „Weil es den höchsten Sanierungsstau hat“ - laut Gutachten 3,2 Millionen Eu-ro. „Wenn dort was Unerwartetes passiert, stehen wir 2008 ohne Freibad da.“ kra