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23.04.2011 10:06
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„A3-Anschluss Solingens ist völlig unzureichend“

Es ging hauptsächlich um Verkehrsthemen, als die Spitzen der CDU-Landtagsfraktion am Donnerstag Station bei item in Aufderhöhe machten. Am vorletzten Tag ihrer Wirtschaftstour NRW, die durch acht IHK-Bezirke führt, sprachen Fraktionsvorsitzender Karl-Josef Laumann und sein Stellvertreter Lutz Lienenkämper bei der Industrietechnik GmbH mit Vertretern der Industrie- und Handelskammer sowie der Handwerkskammer (HWK).

„Beide Kammern sind sich völlig einig“, erklärte Laumann: Solingen brauche einen besseren Anschluss an die A3. „Es ist völlig klar, dass er nicht ausreichend ist“, betonte Lienenkämper, der von März 2009 bis Juli 2010 Landesminister für Bauen und Verkehr war. Man wisse aber ganz genau, dass die im Gutachten als beste Lösung vorgeschlagene Neubau-Strecke (ST berichtete) im Moment nicht realisierbar sei. Lienenkämper: „Das ist bedauerlich. Wir müssen als Opposition versuchen, Druck zu machen“ (weiterer Artikel am Mittwoch).

„Nicht nur auf akademische Ausbildung setzen“

Andere Themen, die mit IHK-Präsident Friedhelm Sträter und HWK-Hauptgeschäftsführer Josef Zipfel besprochen wurden, waren die Schullandschaft, die Nachwuchsförderung und der Klimaschutz. Laumann: „Der CDU ist sehr daran gelegen, zu einem Schulfrieden zu kommen.“ Eines müsse aber ganz klar sein: „Wir brauchen auch eine Schulform, die unsere Kinder auf die duale Ausbildung vorbereitet.“

Dabei dürfe der praktische Unterrichtsteil auch einmal in Handwerksbetriebe verlegt werden. Vielleicht ließen sich auch ältere Meister gewinnen, vakante Berufsschullehrer-Stellen („die gibt es auch hier in der Region“) zu besetzen. Lienenkämper beschwor die Gefahr eines „überhöhten Klimaschutzgedankens“, der Stellen gefährde. Umweltzonen wie in Wuppertal müsse man „pragmatisch begreifen“.

Im Anschluss führten Gesellschafter Wolfgang Rixen und Geschäftsführer Waldemar Kurtz durch die item-Hallen. Die 1976 gegründete Firma, die für ihre Aluminium-Profil-Systeme bekannt ist, beschäftigt heute weltweit fast 400 Mitarbeiter. flm