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25.09.2010 11:06
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A 3-Zubringer: Nur Neubau bringt Entlastung

Auch wenn die Planungen Anfang der Woche von der rot-grünen Landesregierung quasi im Handstreich bereits gestoppt sind: Nun ist es amtlich, dass ein Weiterbau der Viehbachtalstraße bis nach Landwehr (L 405) in Verbindung mit einem neuen A 3-Zubringer von Landwehr bis zum Autobahnkreuz Langenfeld die verkehrlich beste Lösung ist, dem Dauerstau auf der B 229 in Wiescheid zu begegnen und das Straßennetz im Solinger Westen sowie in Langenfeld entscheidend zu entlasten.

Erstellung dauerte über 18 Monate und kostete rund 16 000 Euro

 

Dies geht aus dem Gutachten eines Neusser Sachverständigenbüros hervor, das der Landesbetrieb Straßen NRW (LSB) vor mehr als anderthalb Jahren in Auftrag gegeben hatte. Diese fast 300 Seiten starke Untersuchung liegt jetzt dem ST vor. Abgeschlossen wurde es schon im Juli 2010. Die Kosten werden vom Landesbetrieb mit 16 000 Euro angegeben. Es ist aber derzeit ein Gutachten, das nach der Entscheidung der Landesregierung allenfalls noch in den dunklen Archiven des Landesbetriebs Platz findet wird. Dennoch verrät ein Blick in dieses Gutachten Interessantes.

Vorweg gesagt: Es handelt sich „nur“ um ein verkehrliches Gutachten. Nicht minder wichtige wirtschaftliche und ökologische Aspekte sind darin nicht berücksichtigt. Insgesamt 18 verschiedene Varianten prüften die Sachverständigen. Verglichen wurden dabei die derzeitigen Verkehrsbelastungen und -entwicklungen auf den Langenfelder und Solinger Hauptstraßen, die von der und zur A 3-Auffahrt Solingen/Langenfeld an der Hardt führen.

Dabei wurden das momentane Verkehrsaufkommen und auch Prognosen für das Jahr 2025 berücksichtigt - alles ohne neue Straßen wie die L 405 oder die B 229 n. Demnach liegen die heutigen Verkehrsbelastungen etwa auf dem Niveau von 2005. Beispiele: Heute werden rund 22 900 Kraftfahrzeuge auf der Elberfelder Straße als Teil der B 229 in Wiescheid und Landwehr gezählt. Im Jahre 2025 sollen es - wenn wirklich alles beim Alten bleibt - täglich 800 mehr sein, hervorgerufen durch die allgemein zu erwartende Zunahme des Lkw-Schwerlastverkehrs bis 2025. Auf der Bonner Straße (Ohligs - Landwehr) gibt es derzeit täglich 19 300 Autos. In 2025 werden es 500 mehr sein.

Spürbare Entlastung bei Neubau um mindestens 50 Prozent

Mit einem neuen durchgängigen Zubringer von der Viehbachtalstraße zum Langenfelder Kreuz würde sich das Verkehrsaufkommen auf der B 229 um fast 70 Prozent, auf der Bonner Straße und der Aufderhöher Straße jeweils um fast die Hälfte verringern - mit positiven Auswirkungen auf das übrige Straßennetz.Dies geht aus dem Gutachten eines Neusser Sachverständigenbüros hervor, das der Landesbetrieb Straßen NRW (LSB) vor mehr als anderthalb Jahren in Auftrag gegeben hatte. Diese fast 300 Seiten starke Untersuchung liegt jetzt dem ST vor. Abgeschlossen wurde es schon im Juli 2010. Die Kosten werden vom Landesbetrieb mit 16 000 Euro angegeben. Es ist aber derzeit ein Gutachten, das nach der Entscheidung der Landesregierung allenfalls noch in den dunklen Archiven des Landesbetriebs Platz findet wird. Dennoch verrät ein Blick in dieses Gutachten Interessantes.

Gutachter ziehen das Fazit, dass 16 der 18 untersuchten Varianten kaum oder keine Entlastung bringen. Unter den Varian-ten befindet sich auch eine rein Solinger Lösung: A-3-Anbindung über die Langhansstraße durch die Ohligser Heide. Doch diese Lösung ist wertlos für Langenfeld. Auch die immer wieder ins Spiel gebrachte Anbindung über die Haus-Gravener-Straße ist laut Gutachten nur die „mit Abstand“ zweitbeste Lösung - aber eben kaum eine Alternative zum Bau der L 405 und der B 229 n. hpm