Eine schnelle Lösung für die Autofahrer, die täglich im Stau vor der A 3 in Richtung Oberhausen oder Köln stehen, zeichnet sich nicht ab. Das ergab auch eine längere Diskussion im Langenfelder Bau- und Verkehrsausschuss. Das Thema war durch einen Antrag der BGL-Fraktion, „das Verkehrschaos rund um die Auffahrten zur A3 auf der Hardt zu entzerren“, wieder auf die Tagesordnung gekommen.
Da tauchte der Gedanke auf, die beiden Linksabbiegerspuren von der B 229 zur Autobahn zu schließen. Das heißt, dass von Langenfeld aus der Gesamtverkehr über die Bergische Landstraße und die A 542 zur A 3 geführt würde. Das bringt aber nach Auffassung der Verkehrsplaner keine wesentliche Entlastung zu Gunsten der Solinger. Die Grünphasen der Linksabbiege-Ampeln auf der Hardt seien knapp bemessen, sagte Referatsleiter Wolfgang Honskamp.
Der Verkehrsexperte brachte eine andere Überlegung ins Gespräch: Es sei erwiesen, dass die Mehrzahl der Solinger nicht die Abbiegespur nach Oberhausen, sondern die nach Köln benutze. Er fragte deshalb, ob von der B 229 aus der Bau einer A 3-Unterführung zur Schaffung einer zusätzlichen Spur für Rechtsabbieger auf die A 3 in Richtung Köln möglich sei.
Diese Prüfaufgabe müsste vom Landesbetrieb Straßen NRW in Angriff genommen werden. Die Hoffnung indes, dass die Behörde dies bald tut, ist eher gering. Dabei wäre schnelles Handeln notwendig. Nicht allein wegen der alltäglichen Staus aus Solingen, sondern auch, weil sich bei der Abfahrt vor allem aus Kölner Richtung Autos auf den Abbiegespuren stauen und den Verkehr in Gefahr bringen.