Das lang ersehnte Gutachten zum A-3-Anschluss liegt dem Rathaus endlich vor. Gestern seien eine Kurz- und eine Langfassung eingegangen, erklärte Stadtplanungsdezernent Hartmut Hoferichter im Haupt- und Personalausschuss. Eine Auswertung sei in der Kürze der Zeit nicht möglich gewesen, bat er im Hinblick auf eine Stellungnahme um einige Tage Geduld. Doch so viel verriet Hoferichter: Große Überraschungen gebe es nicht.
Erwartungsgemäß, so der Planungsdezernent, sei die von der Landesregierung verworfene Trasse die leistungsstärkste. Diese sieht die Verlängerung der Viehbachtalstraße bis Landwehr sowie im direkten Anschluss den Bau der B 229n als Zubringer zum Autobahnkreuz Langenfeld vor. Doch diese Variante, für die Solinger Kommunalpolitiker - allen voran die CDU - Jahrzehnte gestritten haben, ist seit der vergangenen Woche tot. Rot-Grün will diese Lösung nicht (ST berichtete).
Insgesamt sind in dem Gutachten mehrere Alternativen geprüft worden. Neben der Leistungsstärke des Anschlusses an die Autobahn wurde auch untersucht, wie stark es gelingt, Verkehr aus den innerstädtischen Straßennetzen von Solingen und Langenfeld herauszuhalten. Von daher rangieren laut Hoferichter die Varianten zur Anbindung über die Haus-Gravener-Straße direkt hinter der beerdigten Trasse. Auch die Zufahrt über die Langhansstraße sei in der Ausarbeitung bewertet worden.
Ob die Stadt nun noch ein Umweltverträglichkeitsgutachten in Auftrag gibt, ließ Hoferichter gestern Abend offen.
Am Montag erhalten alle Fraktionen im Planungsausschuss eine Ausfertigung des Gutachtens. Auch die Bürgerinitiative, die gegen den Zubringer gekämpft hat, soll ein Exemplar bekommen. kra