Große Einigkeit in der Autobahn-Frage - zumindest vorübergehend. Geschlossen haben sich die Ratsfraktionen am Donnerstagabend auf das Ziel verständigt, möglichst schnell und kostengünstig die Zufahrt zur A 3 in Richtung Köln zu verbessern. Dafür soll ein zusätzlicher Abbiegestreifen eingerichtet werden.
Der Landesbetrieb Straßen NRW erwartet durch die Maßnahme „eine spürbare Verbesserung des Verkehrsabflusses auf der B 229n in Richtung Langenfeld“, wo sich heute im Berufsverkehr die Autos stauen. Die „Bürgerinitiative L 405/B 229nein“ hatte sich für diesen Vorschlag stark gemacht. Vertreter sollen bei der Umsetzung eingebunden werden. Das Rathaus erwartet, sich mit Langenfeld und Mettmann einigen zu können.
Aus Sicht der CDU, die sich laut Planungsexperte Arne Moritz auch in dem Grünen-Antrag wiedererkennt, taugt die Ertüchtigung aber nur als Zwischenschritt. Denn wenn in Kürze das lang erwartete Gutachten des NRW-Verkehrsministers vorliegt, wird darüber zu reden sein, ob die Hoffnung auf den Bau eines neuen Zubringers (B 229n) mangels Finanzierbarkeit zu begraben ist und ob stattdessen eine schnelle Zufahrt über die Haus Gravener Straße realisierbar ist. Hier sträubt sich bisher Langenfeld. Eine dieser beiden großen Lösungen bleibt für die CDU weiterhin der Königsweg. Diese wollen auch SPD und BfS nicht aufgeben, betonten sie im Rat. Für die Sozialdemokraten, die sich bereits auf die Haus Gravener Straße und gegen die B 229n festgelegt haben, sprach Friederike Sinowenka. Sie nannte den Beschluss vom Donnerstag wegen der großen Einigkeit „historisch“.
Nach Jahrzehnten auf dem kleinsten gemeinsamen Nenner
Grünen-Fraktionschef Manfred Krause forderte das Rathaus auf, jetzt mit Hochdruck an die Arbeit zu gehen und zügig Gespräche mit den Nachbargemeinden Langenfeld und Mettmann sowie mit Land und Bund zu führen.
Bei der FDP hielt sich die Begeisterung in Grenzen. Fraktionschefin Reimers sprach vom „allerkleinsten gemeinsamen Nenner nach über 30 Jahren Diskussion“. Sie erinnerte an die Gutachter-Stellungnahme, wonach die zusätzliche Abbiegespur nicht als Ersatz für einen neuen Zubringer tauge. „Das also als verkehrspolitische Erfolgsgeschichte des Rates zu verkaufen, führt zu weit. Wir müssen an der großen Lösung weiterarbeiten.“ kra