Solingen und die Autobahnanschlüsse - das Dauerärgernis bleibt. Nachdem es durch zusätzliche Zubringerspuren am Knoten Haan-Ost (A 46) zunächst einmal ruhiger geworden ist, rückt nun wieder die Anschlussstelle zur A 3 ins Blickfeld. Nach wie vor müssen Autofahrer dort mit längeren Wartezeiten rechnen. Die im vergangenen Jahr veränderten Ampeltakte haben das Problem nicht komplett beheben können. Vor allem in den Hauptverkehrszeiten bilden sich Schlangen.
Die Ideallösung sieht die Stadt weiterhin in dem Plan, die Viehbachtalstraße zur A 3 zu verlängern, um so die Pendlerströme besser steuern zu können. Inzwischen stuft das Land dieses Projekt in die erste Gruppe ihrer Prioritätenliste ein. „Der Bedarf gilt damit als vordringlich“, sagt Uwe Dewes, Leiter der zuständigen Regionalniederlassung Rhein-Berg des Landesbetriebs Straßenbau NRW.Prognose für den Verkehr bis 2020Wie sich diese Ausgangslage nutzen lässt, um innerhalb des kommenden Jahrzehnts eine angemessene Zubringer-Lösung zu verwirklichen, darüber beriet sich Dewes gestern Nachmittag mit Solingens Planungschef Hartmut Hoferichter. Zwar handelte es sich nach Auskunft beider Gesprächspartner nur um ein Grundsatzgespräch. „Konkretes zu vermelden habe ich nicht“, erklärte Hoferichter. Aber immerhin förderte der Termin ein interessantes Detail zu Tage: Voraussichtlich im Herbst 2008 will der Landesbetrieb ein Verkehrsgutachten in Auftrag geben.Diese Studie soll laut Dewes sowohl eine Bestandsaufnahme der aktuellen Verkehrssituation als auch eine Prognose für die Entwicklung bis 2020 liefern. „Dieses Datenmaterial brauchen wir unbedingt, um das Projekt voranzutreiben“, sagte Dewes dem ST. Erste Ergebnisse erwarte er im Frühjahr 2009.Parallel sucht der Landesbetrieb das Gespräch mit der ebenfalls vom Auffahrt-Problem betroffenen Nachbarstadt Langenfeld, „um alle Beteiligten möglichst früh an einen Tisch zu bekommen“, wie Dewes betont.Liegt das Gutachten vor, können die Planer über alternative Trassenverläufe und Verkehrsführungen nachdenken. Danach müsste das Land überzeugt werden, um ein Planfeststellungsverfahren zu beginnen. Dewes: „Das alles dauert einige Jahre.“ Frühestens Mitte des kommenden Jahrzehnts passiere etwas. kra