Snippets
Snippets
29.03.2012 10:23
Drucken Vorlesen Senden
Diebe in der Fauna: Nur noch ein Kaninchen da

Besonders die Kinder trifft der Diebstahl von 16 Kaninchen aus der Fauna in der Nacht zu Mittwoch hart. „Zum einen sind das hauptsächlich Tiere, die uns anvertraut wurden. Für die Familien, die uns und ihr Tier besuchen wollen, ist das ein ziemlicher Schlag“, sagt Lore Köhler, Vorsitzende in der Gräfrather Fauna. Zum anderen seien Kaninchen besonders für die ganz Kleinen wichtig. „Sie sind beliebt und interessanter als ein Elefant oder eine Giraffe.“

In den Außenzaun der Fauna
wurde ein Loch geschnitten

Am Mittwochmorgen war das Kaninchengehege jedoch fast leer. Nur ein namenloses Männchen ist zurückgeblieben. Die Mitarbeiter der Fauna suchten sofort innerhalb und außerhalb des Parks nach den Tieren, aber ohne Ergebnis.

ZEUGENHINWEISE

ERMITTLUNG „Es ist sehr schwer, mit Spuren wie etwa einem Fußabdruck einen Diebstahl nachzuweisen“, sagt Polizeisprecherin Anja Meis. „So ein Fall kann nur mit Hilfe von Zeugen gelöst werden.“ Hinweise bitte an die Polizei unter Telefon 0202 / 284-0.

„Wenn ein oder zwei Tiere verschwinden, hätte es ein Luchs oder ein Marder sein können. Damit muss man leider leben. Aber bei 16 verschwundenen Tieren war die Sache eigentlich gleich klar“, sagt Köhler. Spätestens als das Loch im Außenzaun entdeckt war, kam nur ein Diebstahl in Frage. Die Täter müssen über ein Netz zum Fangen und über Transportmöglichkeiten verfügt haben. Ein „Jungenstreich“ ist wohl ausgeschlossen. Das habe es zwar schon gegeben, aber dann wurden die Tiere im Umfeld wieder eingefangen.

Die Polizei wurde verständigt und besichtigte den Tatort gegen 11.30 Uhr. Sie untersuchte das Loch im Zaun und konnte auch ein paar Fußabdrücke in der Nähe des Zaunes sicherstellen. Allerdings machten die Beamten den Fauna-Mitarbeitern wenig Hoffnung. „Bei den Ermittlungen wird wohl nicht viel herausgekommen“, bleibt Köhler realistisch.

Ebenso sachlich erklärt Tierpfleger Markus Michalewicz, warum die Tiere gestohlen worden sein könnten. „Kaninchen haben im Prinzip keinen Marktwert. Tierschützer kommen nicht in Frage, die hätten vor allem andere Tiere befreit. Entweder hat jemand also einen sehr großen Garten oder eine große Sippschaft, die er versorgen muss.“ Ein ähnlicher Diebstahl habe sich vor drei bis vier Jahren zugetragen. Damals war es kurz vor Weihnachten, jetzt kurz vor Ostern.

Die Fauna ist in Kontakt mit einem Verein, der sich um herrenlose Kaninchen kümmert. Köhler will dort anfragen, ob ein paar Tiere abgegeben werden können. Wer ein eigenes Kaninchen nicht mehr versorgen kann oder möchte, kann sich an die Fauna wenden. Kontakt gibt es unter Telefon (0212) 59 12 56. bjb

Tauschbörse für Fußball-Bilder
MELDUNGEN
Häuserschluchten und grüne Oasen in der City
Software macht Frauzur Firma
Rund 60 000 Euro für Frauen in Not