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19.09.2009 10:24
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Das Land plant den A 3-Zubringer

Wenn das keine deutlichen Signale sind: Mit zwei überraschenden Nachrichten zum direkten Anschluss Solingens an die Autobahn 3 wartete gestern Morgen NRW-Verkehrsminister Lutz Lienenkämper auf. Bei einem gemeinsamen Wahlkampftermin der CDU-Mittelstandsvereinigungen Langenfeld und Solingen in Landwehr informierte er darüber, dass nicht nur die Landstraße 405 als Fortführung der Viehbachtalstraße von Ohligs bis nach Landwehr in Planung sei. Auch werde ab sofort die Bundesstraße 229n zwischen Landwehr und dem Autobahnkreuz Langenfeld „konkret vorgeplant“, sagte der Minister.

Ergebnis von Verhandlungen mit dem Bundesverkehrsministerium

BÜRGERINITIATIVE

ANTRAG Die Bürgerinitiative „L405 / B229nein“ hat sich am Donnerstag mit einem Bürgerantrag im Hauptausschuss des Rates präsentiert.

VORSCHLAG Die Gegner des Zubringers argumentieren, der bisherige A3-Anschluss müsse nur ertüchtigt werden. Staus entstünden beim Unterqueren der Autobahnbrücke Richtung Langenfeld. Sie schlagen unter anderem eine ausgebaute Rechtsabbiegerspur auf die A 3 in Richtung Köln vor.

PRÜFUNG Die Vorschläge sollen im Gutachten, das für den Landesbetrieb Straßen NRW entsteht, geprüft werden.

Dies sei, so erklärte Lutz Lienenkämper sichtlich zufrieden, ein Ergebnis von noch „taufrischen, intensiven Verhandlungen“ zwischen seinem Ministerium in Düsseldorf und dem Bundesverkehrsministerium. Dem Bund habe man überzeugend deutlich machen können, dass eine Teillösung allein mit der Verlängerung der Landstraße 405 von Ohligs bis nach Landwehr niemandem etwas nutze.

Dass diese Absprache mit Berlin gelungen sei, obwohl die B 229n im derzeit noch verbindlichen Bundesverkehrswegeplan nicht mehr den Status „vordringlicher Bedarf“ besitzt, wertete Lienenkämper „als großen Erfolg, der in die richtige Richtung zeigte“: zum „längst überfälligen“, direkten Anschluss Solingens an die A 3 und die Entlastung der innerstädtischen Straßen Langenfelds.

Abgesprochen sei auch, dass der NRW-Landesbetrieb Straßen für den Bund die Planungen übernehme, so Lienenkämper. Wer die Kosten dafür trage, das konnte (oder wollte) der NRW-Minister allerdings noch nicht sagen.

Eine Planungs- und Bauzeit zwischen fünf und acht Jahren

Damit nicht genug: Der NRW-Verkehrsminister setzte noch eins drauf: Im Beisein der CDU-Landtagsabgeordneten Horst Westkämper (Solingen) und Hans-Dieter Klauser (Kreis Mettmann), der CDU-Bundestagskandidaten Michaela Noll (Kreis Mettmann-Süd) und Jürgen Hardt (Solingen/Remscheid, Wuppertal II) sowie den frisch gewählten christdemokratischen Stadtoberhäuptern Norbert Feith (Solingen) und Frank Schneider (Langenfeld) zauberte der Minister eine weitere wichtige Nachricht aus dem Wahlkampf-Zylinder: ein Zwischenfazit zu dem Ende 2008 in Auftrag gegebenen Verkehrsgutachten des Landesbetriebs Straßen zur A-3-Anbindung.

Zwar rechnet Lienenkämper mit dem abschließenden Gutachten erst zum Spätherbst, aber es zeichne sich aufgrund der bereits jetzt vorliegenden Verkehrsanalysen deutlich ab, dass nicht nur eine dringende Notwendigkeit zum Bau eines neuen A-3-Anschlusses vorliege, sondern dass auch eine Trassenführung über die Viehbachtalverlängerung nach Landwehr und im weiteren Verlauf über die B 229n bis zum Langenfelder Kreuz „klar favorisiert“ werde.

Ein Anschluss über die Haus-Gravener-Straße sei, so der Minister, nach dem Gutachten „offensichtlich nicht tauglich“. Mit einer Planungs- und Bauphase von fünf bis acht Jahren rechnet Lienenkämper, bis Solinger über die neue Schnellstraße bis zum Langenfelder Kreuz fahren könnten.

Über die Planungs- und Baukosten wollte Lienenkämpfer auch hier nichts sagen. Zuletzt hatte es geheißen, beide Straßen zwischen Ohligs und dem Kreuz Langenfeld würden zusammen 30 Millionen Euro kosten. hpm

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