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02.02.2009 09:16
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Das Galileum soll in den Südpark
Überraschende Wende: Die Walter-Horn-Gesellschaft plant einen Komplett-Umzug ihrer Sternwarte von Weyer in den Südpark, wo auch das Großprojekt „Galileum“ entstehen soll. So hat die Mitgliederversammlung am vergangenen Dienstag entschieden, wie Dr. Jens Bolten, Präsident der Sternwarte, und ihr Schatzmeister Dr. Frank Lungenstraß auf ST-Nachfrage bestätigen.

Nach dem positiven Vorbescheid des Bauantrags am bisherigen Standort an der Sternstraße in Weyer habe sich Mitte November 2008 völlig unerwartet eine „ganz neue Perspektive“ ergeben. Die Bergische Entwicklungsagentur und die Wirtschaftsförderung Solingen hätten dem Vorstand der Walter-Horn-Gesellschaft vorgeschlagen, das Galileum nicht an der Sternstraße, sondern an exponierter Stelle im Südpark Solingen zu errichten.

Ein Grundstück ist bereits ausgewählt

Nach eingehenden Diskussionen habe sich der Vorstand unter Abwägung aller wirtschaftlichen und vereinsinternen Konsequenzen dieser Meinung angeschlossen und ein attraktives Grundstück im Südpark zwischen Forum Produktdesign und Bahnhof Grünewald konkret ausgewählt, so Dr. Lungenstraß. Dieses Grundstück soll nun nach Prüfung der baurechtlichen Möglichkeiten von der Walter-Horn-Gesellschaft erworben und das Galileum dort errichtet werden. Entscheidungsgrundlagen seien hierfür folgende: - Der Südpark ist ein städtebauliches Förder- und Sanierungsgebiet, daher bestehen dort Zugangsmöglichkeiten zu öffentlichen Förderprogrammen, die an der Sternstraße nicht existieren. - Die Lage im Südpark ist exponiert, verkehrstechnisch und touristisch (Trasse) ideal angebunden. - Die Vernetzung mit anderen Einrichtungen ist aufgrund der Angebote im Südpark (Forum Produktdesign, Museum Plagiarius, Güterhallen) sowie anderer Kultur- und Bildungsangebote in der Umgebung optimal möglich.

Der Bau des Galileums mit Sternwarte im Südpark sei sowohl für Sponsoren als auch für öffentliche Förderungen hoch attraktiv und damit insgesamt wirtschaftlich äußerst sinnvoll, sagt Dr. Lungenstraß. Und die astronomische Situation für eine Sternwarte - denn es soll ja nach wie vor auch der echte Sternhimmel beobachtet werden - sei mit der Situation an der Sternstraße vergleichbar.

„Wir gehen davon aus, dass der Neubau des Galileums im Südpark wesentlich sinnvoller ist als an der Sternstraße und beabsichtigen, dieses Projekt dort schnellstmöglich voranzutreiben.“

Das Veranstaltungsprogramm des in Eurpoa einmaligen Galileums werde über Astronomie weit hinausgehen und den Bereich Mensch, Natur, Umwelt, Naturwissenschaft und Astronomie abdecken. Dr. Lungenstraß: „Es ist jedoch klar, dass ein paralleler Betrieb an zwei Standorten, Sternstraße und Südpark, nicht sinnvoll, möglich oder finanzierbar ist. Die Sternwarte muss also im Südpark neu gebaut werden - das Projekt wird dadurch deutlich umfangreicher als bisher geplant. Wir werden jetzt neue Finanzierungsmodelle prüfen.“ Sobald alle Daten vorliegen, werde eine außerordentliche Mitgliederversammlung einberufen. Die Finanzierung des Galileums sei jedoch unabhängig vom Standort bislang keinesfalls gesichert. „Vielmehr sind wir nach wie vor auf jede Art finanzieller Förderung angewiesen.“ hpm