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21.02.2012 10:56
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Burger Zoch: „Werden auch 2013 stark kontrollieren“

Stark angetrunkene Jugendliche, Pöbeleien, Schlägereien, Sachbeschädigungen und Festnahmen: der Burger Karnevalszug, vor 30 Jahren als große Familienfete von Privatleuten ins Leben gerufen, scheint sich als Jugend-Treff der negativen Art zu etablieren – mit allen Begleiterscheinungen. Motto: Karneval ist nicht der Grund einer fröhlichen Feier, sondern nur der Anlass für ein großes Saufgelage.

„Es ist inzwischen offensichtlich in der Jugend Kult, in Unterburg dabei zu sein. Und offensichtlich ist es dann cool, dem Alkohol übermäßig zuzusprechen.“ Dieses Fazit zieht Stephan Trunk, Leiter des Ordnungsamtes.

Auf 12 000 bis 14 000 schätzte die Polizei die Besucherzahl. „60 Prozent davon waren unter 18 Jahre alt“, stellt Trunk fest, „und jeder Zweite stand mehr oder minder unter Alkohol.“

Die Negativ-Bilanz: 15 Jugendliche und Heranwachsende (bis 17 Jahre) wurden wegen ihres bedrohlichen Alkoholpegels ins Krankenhaus gebracht. Ein Mädchen (15) brachte es auf 1,84 Promille. Insgesamt wurden 150 Alkotests durchgeführt. Weitere 13 Jugendliche wurden im DRK-Zelt behandelt – ebenfalls wegen übermäßigen Alkoholkonsums.

34 Jugendliche, davon sechs unter 14, wurden in die Sammelstelle des Burger Rathauses gebracht, weil man bei ihnen Hochprozentiges fand. „Die zum Teil schockierten Eltern konnten sie dann dort abholen. Da sind bereits viele erzieherische Worte gefallen“, schildert Trunk. Auch Mitarbeiter des Jugendamtes seien sofort eingeschaltet worden.

Die Polizei nahm fünf allzu aggressive Jugendliche ins Gewahrsam, die bereits morgens am Südpark randaliert hatten, darunter drei Düsseldorfer. In Unterburg selbst verzeichnete die Polizei „nur“ ein halbes Dutzend „Streitereien mit Körperverletzungen“. Fünf Anzeigen wurden geschrieben wegen Sachbeschädigung, Körperverletzung und Widerstandes gegen Ordnungskräfte. Die Zahl der ausgesprochenen Platzverweise lag in Unterburg immerhin bei einem Dutzend –wie zuvor schon am Südpark.

Trunk: „Unser Konzept der massiven Präsenz und der intensiven Kontrollen ist aufgegangen. Ob es auch erfolgreich ist im Hinblick auf einen Abschreckungseffekt, wird sich erst im nächsten Jahr zeigen. Da sind wir mit Sicherheit auch wieder hier.“ hpm